Dortmund-Oestrich. Apostel Stefan Pöschel (Apostelbereich Nord) spendete dem Oestricher Gemeindevorsteher Priester Manfred Holstein und seiner Frau Kirsten den Segen zu ihrer Rubinhochzeit. Dazu hatten sich mit der Gemeinde Oestrich die große Familie und viele Freunde um das Hochzeitspaar versammelt.
Der Apostel löste mit seinem Besuch in Oestrich am Sonntag, 26. Januar 2020, ein Versprechen ein, das er dem Rubinhochzeitspaar noch als Dortmunder Bezirksältester gegeben hatte.
Es ist Sonntag
„Es ist Sonntag, ein Feiertag im Ablauf der Tage der Woche“, nannte der Apostel einen Grund, dass sich die Gemeinde versammelt hätte. Dieser Tag sei ein besonderer Tag, weil wieder die Vergebung von Sünden verkündet würde und Gemeinschaft im Heiligen Abendmahl gefeiert werden könne.
„Es ist aber auch Rubinhochzeit“, wandte sich Apostel Pöschel an Kirsten und Manfred Holstein, die um den Segen zu ihrem Hochzeitsjubiläum gebeten hatten. „Doch wer wollte schon Segen empfangen, ohne vorherige Verkündigung von Sündenvergebung und Tischgemeinschaft im Heiligen Abendmahl?“, stellte er die rhetorische Frage.
Gemeinschaft im Heiligen Abendmahl
Gemeinschaft im Heiligen Abendmahl bedeute dreierlei, so vertiefte der Apostel die Bedeutung dieser Feier: Christus feiert diese Gemeinschaft mit seinen Aposteln, er feiert sie mit seiner Gemeinde und die versammelte Gemeinde feiert diese Gemeinschaft untereinander.
Gottes Gebote als Lebensmittelpunkt
In seiner Ansprache an das Rubinhochzeitspaar würdigte der Apostel ihren fortwährenden Einsatz für die Gemeinde und das Festhalten am Evangelium in allen Lebenslagen. Er entnahm dazu ein Bild aus der 40-jährigen Wanderung des Volks Israel von Ägypten nach Kanaan. „Nein, ich will eure Ehezeit nicht mit einer Wüstenwanderung vergleichen“, fügte er schmunzelnd ein.
Aber eines sei ihm als Vergleich gestattet: Seitdem Gott dem Volk die Gesetze gegeben hatte, trugen die Israeliten die Gesetzestafeln in der Bundeslade stets mit sich. Und wenn sie sich lagerten, stellten sie die Bundeslade in ihrer Mitte auf und lobten und priesen Gott mit Musik und Gesang für diese Gottesgabe.
„Ihr habt stets, wo ihr im Leben unterwegs ward, das Evangelium Jesu Christi und das darin verankerte Gebot der Gottes- und Nächstenliebe zu eurem Lebensmittelpunkt gemacht.“ „Und Singen und Spielen zum Lobe Gottes ist in eurer Familie auch ein wichtiges Element“, so der Apostel. Dabei verwies er auch auf die musikalischen Vorträge in diesem Festgottesdienst.
Segen mit Zukunftswirkung
So, wie David seinerzeit alle die gesegnet habe, die die Bundeslade nach Jerusalem gebracht und in die Stiftshütte getragen haben, und auch alle die, die diesen Weg hinauf nach Jerusalem mit Singen und Spielen begleitet haben, solle auch heute der Segen Gottes über das Jubelpaar kommen, nahm der Apostel Bezug auf Berichte aus dem 16. Kapitel des Buchs der Chronik.
Mit den Worten: „Fraget nach dem Herrn und nach seiner Macht, suchet sein Angesicht allezeit! Gedenket seiner Wunder, die er getan hat“ (1. Chronik 16,11.12) ermutigte Apostel Pöschel die beiden Jubilare, im dankbaren Rückblick auf das bereits mit Gott Erlebte auch in Zukunft auf die Kraft Gottes und die Nähe zu ihm zu bauen. Dazu solle der nun gespendete Segen dienen.
Leben im Evangelium
Bereits das Thema des Gottesdienstes hatte Gedanken zu einem Leben gemäß dem Evangelium zum Inhalt. Als Grundlage diente das Bibelwort: „Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen.“ (Kolosser 3,16)
Wort Christi meine hier das Evangelium, so führte der Apostel in seiner Predigt aus. Dabei sei es wichtig, das ganze Evangelium anzunehmen. Beispielsweise nannte der Apostel, nicht nur das Angebot der Gnade Gottes „Ich vergebe dir“ anzunehmen, sondern auch der Aufforderung nachzukommen, dem Nächsten zu vergeben.
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