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Bezirksjugendgottesdienst:
Gott loben und bei Jesus bleiben

 

Dortmund. Zu einem Jugendgottesdienst unter Corona-Bedingungen hatten sich die jungen Christen des Bezirks Dortmund am 27. Oktober 2020 in der Kirche in Lütgendortmund versammelt. Im Gottesdienst ging es um die Erfüllung Gott gegebener Versprechen.

Priester Christian Schwerte, unter anderem für die Jugendseelsorge  in der Gemeinde Dortmund-Aplerbeck zuständig, verwendete  für den Bezirksjugendgottesdienst das Bibelwort: „Dich will ich preisen in der großen Gemeinde, ich will mein Gelübde erfüllen vor denen, die ihn fürchten.“ (Psalm 22,26)

Bei dir Jesus, will ich bleiben

Zur Eröffnung des Gottesdienstes diente das an der Orgel gespielte Lied „Bei dir Jesus, will ich bleiben“, (Neuapostolisches Gesangbuch Nr. 282), dessen Grundgedanke sich durch den gesamten Gottesdienst zog.

Zu Beginn der Predigt ließ Priester Schwerte das zur Konfirmation abgegebene Gelübde wieder präsent werden. Er bat alle, sich von ihren Plätzen zu erheben und gemeinsam das Gelübde zu sprechen – für so manchen ein Sprung in alte Zeiten, wie man denken könnte.  

„Doch warum in alte Zeiten?“ stellte er die Frage und machte darauf aufmerksam, dass das Gelübde damals wie heute gelte. „Das Versprechen, das wir zu unsereer Konfirmation abgelegt haben, wollen wir täglich erneuern“, ermunterte er die jungen Gläubigen. „Und warum? Weil wir Gott liebhaben, so wie er auch uns liebhat und uns niemals im Stich lassen wird.“ Die bei der Konfirmation übernommene Eigenverantwortung lasse einem jeden Raum, diese Gottesliebe zu erwidern.

Dem Beispiel Jesu folgen

„Wie können wir denn Gottes Liebe erwidern?“, schloss sich die Frage an. Und die Antwort: So zu leben, wie Jesus es bereits vorgemacht habe. „Lasst uns seinem Beispiel folgen, Gott dienen und den Glauben aktiv mit in unser Leben einbeziehen.“

Die christliche Einstellung zeige sich bereits in Kleinigkeiten des Alltags. Und sei es nur eine kurze Whatsapp-Nachricht „Ich denke an dich“, nannte Priester Schwerte ein Beispiel. „Ein kurzer Satz, mit einer gewaltigen Wirkung.“ Dazu gehöre auch, sich zu vergegenwärtigen, wie viele Menschen wegen ihres Glaubens und der Erfüllung ihres Gelübdes unter Verfolgung leiden und auf der Flicht seien.

Füreinander beten

„Heute haben wir gemeinsam – gleichsam Schulter an Schulter - zusammengestanden und das Gelübde aufgesagt. So können wir auch in Gedanken zusammenstehen und füreinander beten“, nannte Priester Schwerte eine weiteres Beispiel, das Gelübde zu erfüllen.   

Entscheidungsfreiheit – ein Privileg

Sich frei entscheiden zu können, sein Leben zu gestalten, beispielsweise in der Ausbildung, im Studium oder auch in der Freizeit, sei zwar ein großer Reichtum, fordere aber auch ein gewisses Maß an Eigenverantwortung, lenkte Priester Jörg Töpfer in seinem Predigtbeitrag auf die Verantwortung hin, die mit dem Ablegen und dem Erfüllen eines Gelöbnisses verbunden sei. „Ich will dem Herrn treu sein, ihm dienen“ sei in der Tat nicht eine an den Konfirmationstag gebundene fromme Wendung, sondern eine fortwährende Lebensentscheidung.

„Gott hat sich schon längst für uns entschieden. Und mit dem Gelübde haben wir uns für den Herrn entschieden“,  so Priester Töpfer. Es gelte diese Entscheidung immer wieder neu festzumachen und bei Christus zu bleiben.

In der Vorbereitung auf die Feier des Heiligen Abendmahls betonte Priester Schwerte , dass nun Möglichkeit sei, Frieden zu schaffen – mit sich selbst, mit dem Nächsten und mit  Gott. „Jetzt treffen wir bewusst die Entscheidung, Gott zu uns zu lassen und in Verbindung mit Jesus Christus zu treten.“

Wie wünscht du dir deine Kirche in der Zukunft

Nach dem Gottesdienst gab es einige Infos zum bevorstehenden 125-jährigen Jubiläum des Kirchenbezirks Dortmund. Jörg Töpfer und Thomas Ackermann warben bei den Jugendlichen um Mithilfe bei den Vorbereitungen des Festes, das 2021 gefeiert werden soll  – wohl noch nach den Maßgaben und Möglichkeiten, die  durch Corona bestimmt sein werden.

Das Fest wird unter dem Motto „Neuapostolischen Kirche im Kirchenbezirk Dortmund – gestern – heute – morgen“ gestaltet werden Die Festbroschüre, die zurzeit vorbereitet wird, spiegelt diese Dreiteilung wieder. Im dritten Teil unter der Überschrift „morgen“ geht es um die Zukunft der Kirche. Und hier sind die jungen Menschen in den Gemeinden gebeten, ihre Visionen zu beschreiben: wie sie sich ihre Kirche in den nächsten Jahren vorstellen, was sie von ihr erhoffen und welchen Einsatz sie dafür bringen wollen.

 

30. September 2020
Text: Katharina Thamm
Fotos: Thomas Ackermann, Günter Lohsträter
Medien: Günter Lohsträter

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