Dortmund-Scharnhorst. Das Gleichnis vom Sämann war Thema im Gottesdienst, zu dem Apostel Thorsten Zisowski die Gemeinde Scharnhorst besuchte. Mit dabei war auch die Gemeinde Eving, die zurzeit wegen Umbaus ihrer eigenen Kirche zu Gast in Scharnhorst ist.
Aus den sieben Gleichnissen Jesu vom Himmelreich, die im Matthäusevangelium überliefert sind, stand das Gleichnis vom sogenannten vierfachen Ackerfeld im Mittelpunkt in diesem Abendgottesdienst. „Siehe, es ging ein Sämann aus zu säen. Und indem er säte, fiel einiges auf den Weg; da kamen die Vögel und fraßen’ s auf. (Matthäus 13,3b.4)“ diente als Bibelwort für die Predigt.
In der in einem Bibelkundegottesdienst üblichen Lesung wurde auch der dem Bibelwort folgende Abschnitt vorgetragen, der mit dem neunten Vers abschließt: „Wer Ohren hat, der höre!“
Selig sind, die Gottes Wort hören
„Der Gottesdienst beginnt mit einem Versprechen“ eröffnete Apostel Zisowski die Predigt und nahm dabei Bezug auf den Chorvortrag des Liedes „Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren, … und danach tun.“ Mit dem Wort Gottes würden Ewigkeitswerte vermittelt.
Mit dem bekannten Strophenlied aus dem Chorbuch „Auf deinen Herzensacker will heut ein Sämann gehn“, das in der letzten Strophe mit dem Aufruf endet „ … sei gutes, gutes Land“ war auf gesungene Weise schon die Deutung des Gleichnisses vorgezeichnet, die der Apostel im Lauf der Predigt noch vertiefte.
Leseempfehlung
In allen sieben Gleichnissen gehe es um das Verstehen des Geheimnisses des Himmelreichs, so Apostel Zisowski. Jeus habe seinen Zeitgenossen mit diesen Gleichnisreden die Geheimnisse erschließen wollen. „Es lohnt sich, sich mit diesen sieben Gleichnissen und ihren von Jesus selbst gegebenen Deutungen zu beschäftigen“, gab der Apostel einen Leseempfehlung aus und fügte an: „Der Himmel ist dort, wo die Wohnungen bereitet sind für die, die bei Gott wohnen werde. Das ist Ziel unseres Glaubens.“
Wie gehst du mit dem Gottesdienst um?
Wenn das Gleichnis mit Weg, felsigem Boden, unter die Dornen und auf gutes Land vier verschiedene Bodenzustände beschreibe, wohin das Saatgut fällt, gelte es nun nicht, Christen in ihrem Umgang mit dem Wort Gottes jeweils diesen vier Arten zuzuordnen, mahnte der Apostel.
Es seien Zustände beschrieben, die alle gleichermaßen betreffen. Mal sei die Empfangsbereitschaft dem Wort Gottes gegenüber wie ein Weg. „Du bist ein flüchtiger und vergesslicher Zuhörer.“ Mal erschöpfe sich die Wirkung des Wortes Gottes mit der Aussage „Das war aber heute ein schöner Gottesdienst,“ vergleichbar mit einem felsiger Boden, auf dem das Wort Gottes keine Kraft entwickeln kann. Ein anders Mal seien Lebensumstände wie drückende Sorgen, auch übermäßiges Begehren nach irdischem Wohlergehen, fehlende Dankbarkeit und mangelhafte Bereitschaft, das Gute mit dem Nächsten zu teilen, den Dornen gleich, die die Entwicklung von Früchten des Saatguts verhinderten.
„Wir alle können uns dann und wann in solchen Zuständen befinden“, so der Apostel. Sein Appell lautete, sich selbst zu überprüfen und als gutes Land dem Wort Gottes, dem Gottesdienst, eine Entwicklung hin zu den Früchten des Heiligen Geistes zu ermöglichen wie Geduld, Sanftmut, Freundlichkeit dem Nächsten und Gott gegenüber.
Heilige Versiegelung
Besondere Freude teilten die Gläubigen in diesem Gottesdienst mit der jungen Familie aus der Gemeinde Dortmund-Eving. Der Apostel spendete der Tochter Malia Luise und ihrer Mutter das Sakrament der Heiligen Versiegelung. „Nun seid ihr alle drei mit der Gabe des Heiligen Geistes ausgestattet“, gratulierte der Apostel der Familie.
8. August 2024
Text:
Günter Lohsträter
Fotos:
Frank Schuldt
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