Eving. Das Kirchengebäude in Eving wurde erweitert. In dem neu geschaffenen Raum treffen sich künftig die Kinder und Jugendlichen aus dem Bezirk Dortmund. Seit dem ersten Advent finden in Eving wieder Gottesdienste statt.
Mehr als ein Jahr dauerten die An- und Umbaumaßnahmen an der Neuapostolischen Kirche in der Evinger Straße 247. Seit Anfang Dezember 2024 kann die Gemeinde Eving ihr Kirchengebäude wieder nutzen. Von der Straßenseite aus hat sich das Gebäude kaum verändert, doch vom Parkplatz aus und im Innenbereich sind deutliche Veränderungen sichtbar.
Neuer Anbau für Gottesdienste und Unterrichte
Markant ist der neue Nebenraum im Erdgeschoss. Der etwa 78 Quadratmeter große Bereich bietet Platz für 70 Personen. Seit Januar werden hier die Kinder- und Jugendgottesdienste des Bezirks Dortmund abgehalten.
Der Vorteil: Niemand muss mehr für diese „Bezirksveranstaltung“ in umliegende Gemeinden ausweichen. Während des Kindergottesdienstes feiern die Eltern den regulären Gottesdienst im Obergeschoss, sodass der Nachwuchs „unter sich“ ist.
An den weiteren Sonntagen wird der Raum für Kinderunterrichte genutzt. Auch die 50 Senioren der Gemeinde freuen sich über den neuen Anbau, den sie für ihre monatlichen Treffen nutzen.
Die Sakristei befindet sich nun im Untergeschoss. Dazu wurde der bisherige Unterrichtsraum aufgeteilt. In einem Teil entstand eine neue Küche. Der bisher als Sakristei genutzte Raum im Obergeschoss mit Blick ins Kirchenschiff steht jetzt vollständig Familien mit kleinen Kindern zur Verfügung.
Weitere Instandsetzungsarbeiten
Im Zuge der Arbeiten wurden zahlreiche weitere Modernisierungen umgesetzt. Dazu gehören:
- Teilweise Erneuerung der Fenster im Kirchensaal
- Modernisierung der Verstärkeranlage
- Erneuerung der Heizung
- Austausch der Kirchenbänke gegen überarbeitete Bestandsbänke
Erneuert hat man in einigen Bereichen den Bodenbelag. Der bauliche Brandschutz wurde durch einen zweiten Fluchtweg und eine Brandmeldeanlage verbessert. Insgesamt investierte die Kirche rund 850.000 Euro.
Helles Kirchenschiff mit neuer Glaskunst
Den ersten Gottesdienst nach der Wiedereröffnung hielt Bezirksevangelist Eberhard Dodt am 1. Dezember 2024. Bereits am Vortag hatten die Gemeindemitglieder Gelegenheit, das modernisierte Gebäude zu besichtigen. Viele waren beeindruckt vom lichtdurchfluteten Kirchenschiff. Durch den Wegfall der alten Bleiverglasung, einen neuen Anstrich und die schlankeren Kirchenbänke wirkt der Raum jetzt freundlicher.
Besonders die neue Glasgestaltung trägt dazu bei. Die Fenster zeigen Blätterwerk und Äste in zwei verschiedenen Farbtönen, kombiniert mit transparenten und weiß-matten Bereichen. „Die Idee dazu entstand beim Blick in den Himmel im Park neben der Kirche“, erklärt die Künstlerin Jennifer Lennermann aus Essen. Sie habe die Struktur anhand von Fotos vereinfacht und als Silhouetten angelegt.
„Vor allem, wenn die Sonne durch die Fenster scheint, verbinden sich Park und Kirchenraum auf besondere Weise – es entstehen faszinierende Lichtspiele“, erläuterte sie den Gemeindemitgliedern.
Überarbeitete Orgel mit neuer Technik
Auch die Pfeifenorgel erklang erstmals in überarbeiteter Form. Die Orgelbaufirma Lobback aus Büren rüstete das ursprünglich mechanische Instrument auf eine elektrische Traktur um und versetzte den Spieltisch neben den Altar. Dadurch konnte der Orgelkorpus von der Außenwand abgerückt werden, um ihn besser vor Temperaturschwankungen zu schützen.
Dem ersten Gottesdienst zum Wiederbezug am 1. Adventssonntag 2024 legte Bezirksevangelist Dodt das Bibelwort aus Sacharja 9. Vers 9 zugrunde. „Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer“
Dank an alle Beteiligten
Nach dem Gottesdienst dankte Evangelist Frank Kotke, Gemeindevorsteher von Eving, der Kirchenleitung für die finanziellen Mittel zur Baumaßnahme sowie allen Beteiligten für die gelungene Umsetzung. Besonders erwähnte er Bauleiter Reinhold Bernemann, Orgelbauer Dirk Trepp von der Orgelbaufirma Lobback und Jennifer Lennermann für die künstlerische Gestaltung der Fenster.
Auch Daria Kliem, Leiterin der Bauabteilung, zeigte sich zufrieden mit den Arbeiten und lobte die kreative Glasgestaltung. Der Gemeinde wünschte sie viel Freude mit dem modernisierten Gebäude.
Übergangsquartier in Scharnhorst
Die Arbeiten am Kirchengebäude in Eving begannen im November 2023. Nach vorbereitenden Außenmaßnahmen musste die Gemeinde in ein anderes Quartier ausweichen. Der letzte Gottesdienst vor der Schließung fand am 25. Februar 2024 statt.
Während der Bauzeit besuchten die Gläubigen aus Eving die Gottesdienste in der Gemeinde Scharnhorst. Für rund zehn Monate bildeten beide eine übergangsweise Gemeinschaft mit dem inoffiziellen Namen „Dortmund-Nordost“.
„Wir Evinger sind unseren Glaubensgeschwistern in Scharnhorst sehr dankbar für die Gastfreundschaft“, sagte Evangelist Kotke. „Es war eine Zeit, in der alle Gruppen gemeinsam und gut zusammengearbeitet haben.“
6. Februar 2025
Text:
Frank Schuldt
Fotos:
Günter Lohsträter
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