Schwerte. Am Sonntag, dem 23. November 2025 gab der Kirsche Chor ein Benefizkonzert in der evangelischen St.-Viktor-Kirche in Schwerte. Das Konzert stand unter dem Motto „Musik, die Gutes bewirkt“.
Die Spenden des Abends kamen der Shanti Leprahilfe Dortmund e. V. zugute. Insgesamt spendete das Publikum 2.200 Euro für den karitativen Zweck. Der Verein engagiert sich für benachteiligte Menschen, insbesondere für an Lepra erkrankte Menschen in Nepal.
Zweites Benefizkonzert in Schwerte
Alexander Eberle, aktiver Sänger des Chores, begrüßte die zahlreich gekommenen Konzertbesucherinnen und -besucher zu diesem zweiten Benefizkonzert. „Nach unserem ersten Benefizkonzert im Jahr 2023 ist es uns eine besondere Freude, auch in diesem Jahr mit unserer Musik einen karitativen Verein zu unterstützen“, sagte er in seiner Eröffnungsansprache.
Er erläuterte, dass Lepra zu den ältesten bekannten Infektionskrankheiten der Menschheit zählt. „Viele kennen die biblischen Berichte über Aussätzige und ihre Begegnungen mit Jesus Christus.“ Während die Erkrankung in unseren Regionen heute gut behandelbar ist, stellt sie in medizinisch weniger entwickelten Ländern weiterhin eine große Herausforderung dar. Weltweit erkranken jährlich noch immer über 200.000 Menschen an Lepra, häufig begleitet von sozialer Ausgrenzung und gesellschaftlicher Stigmatisierung.
Herzlich begrüßte er die Vorsitzende der Shanti Leprahilfe Dortmund e. V., Marianne Großpietsch, die zu Beginn des Konzerts Einblicke in die Arbeit des Vereins sowie in ihre persönlichen Erfahrungen gab.
Konzert in drei Abschnitten
Das Konzertprogramm war in drei thematische Abschnitte gegliedert. Im ersten Teil standen Lieder zur Beziehung zwischen Gott und den Menschen im Mittelpunkt. Den Auftakt bildete der Chorsatz zu Paul Gerhardts „Ich singe dir mit Herz und Mund“, bearbeitet von Holger Hantke.
Es folgten Werke der klassischen und modernen Chorliteratur. Den Abschluss dieses Abschnitts bildete ein Orgelwerk des französischen Komponisten Théodore Dubois, vorgetragen von Andreas Neth.
Der zweite Konzertteil war geprägt von moderner Musik aus Pop und Filmmusik, eingerahmt von zwei Werken der klassischen Chorliteratur. Den Schlusspunkt setzte das Orgelstück „Andante religioso“ aus der vierten Orgelsonate von Felix Mendelssohn Bartholdy.
Gottvertrauen in Zeiten der Bedrängnis
„So fest unser Glaube auch erscheinen mag – es gibt Momente im Leben, die uns ins Wanken bringen“, leitete Alexander Eberle den dritten Konzertabschnitt ein. Thematisch stand hier der Wunsch nach göttlicher Hilfe und Orientierung in dunklen Lebensphasen im Mittelpunkt.
Den Beginn dieses Teils bildete „Der Mond ist aufgegangen“ in einem anspruchsvollen Tonsatz von Max Reger. Es folgten „What a Friend We Have in Jesus (Welch ein Freund ist unser Jesus)“ im Chorsatz von Andreas Neth sowie „It Is Well with My Soul (Wenn Friede mit Gott)“ im Arrangement von James Ray.
Im Zentrum dieses Abschnitts stand das „Requiem“ von Eliza Gilkyson, das die Komponistin den Opfern der Tsunami-Katastrophe im Jahr 2004 widmete. Über 230.000 Menschen verloren damals ihr Leben, Hunderttausende wurden verletzt und Millionen verloren Hab und Gut sowie ihr Zuhause. In ihrer Ballade beschreibt sie Trauer, Sprachlosigkeit und Einsamkeit – richtet jedoch zugleich eine hoffnungsvolle Bitte an Gott: „Finde mich, wo ich in der Dunkelheit gefallen bin, und führe mich zurück ins Licht.“
Dank und Anerkennung
Das Publikum dankte den Mitwirkenden mit langanhaltendem Applaus und großzügig gefüllten Spendenkästen. Anerkennung galt nicht nur der hohen musikalischen Qualität des Chors unter der Leitung von Elmar und Mats Göbel, sondern auch der Solistin Svea Günter, den Solisten Mats Göbel und Daniel Muster sowie den Pianisten Andreas Neth und Florian Sommer.
Einen besonderen Dank sprach Alexander Eberle der evangelischen St.-Viktor-Gemeinde Schwerte aus, die erneut die Möglichkeit eröffnete, das Konzert in der Kirche auszurichten.
12. Dezember 2025
Text:
Günter Lohsträter
Fotos:
Günter Lohsträter
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