Schwerte. Eine große Festgemeinde aus Freunden, Gästen und Familie versammelte sich am Sonntag, 12. Juli, in der Schwerter Kirche, um die Taufe des kleinen Toni Muster zu feiern. Nur zehn Tage später besuchte Apostel Thorsten Zisowski die Gemeinde und spendete Toni die Heilige Versiegelung.
„Ihr habt heute euer Kind zu Gott gebracht“, begrüßte Priester Fabian Reichert die Eltern Sabrina und David Muster zu Beginn des Taufgottesdienstes. Gott neige sich nun Toni zu und verspreche, immer bei ihm zu sein.
Elterliche Verantwortung
Auch die Eltern seien aufgerufen, ihr Kind diesem liebenden Gott nahezubringen. Toni solle im Bewusstsein aufwachsen, dass Gott immer an seiner Seite stehe. „Weckt in dem Kind den Wunsch nach dem Reich Gottes“, gab der Vorsteher den Eltern mit auf den Weg.
Als besonderes Taufwort hatte er ein Wort aus dem Evangelium nach Matthäus 6,33 ausgewählt: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“
Wenn Toni schon als Kind erlebe, dass seine Eltern sich um Kranke und Arme kümmern, nicht vorschnell über andere urteilen und dadurch mithelfen, das Reich Gottes aufzubauen, könne er später auch sein eigenes Umfeld positiv verändern.
Gott ist stets da
Zehn Tage später, am 22. Juli, trugen Sabrina und David Muster ihren Sohn erneut vor den Altar Gottes. Apostel Thorsten Zisowski war zu Besuch und wollte die Heilige Versiegelung spenden.
Zur Einleitung der Sakramentshandlung sang der Chor „Herr, sei vor uns und leite uns“. Dieses Lied sei eine schöne Beschreibung dessen, was nun geschehen solle, betonte der Apostel. Eltern wünschten sich das Beste für ihr Kind. Im Alltag gebe es viele Entscheidungen zu treffen – etwa die Wahl des Kindergartens oder der Schule –, die die Entwicklung des Kindes unterstützen sollten.
Ebenso wichtig sei es, dem Kind zu vermitteln: „Du hast einen himmlischen Vater, der immer bei dir ist und dem du alles im Gebet sagen kannst.“ Diese Gewissheit sei ein bleibender Wert für Tonis Seele.
Gott stärkt den Glauben
Dem Gottesdienst lag ein Vers aus dem 1. Buch der Könige zugrunde: „Und der Engel des Herrn kam zum zweiten Mal wieder und rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss, denn du hast einen weiten Weg vor dir ( 1. Könige 19,7).“
Der Prophet Elia hatte zur Zeit der Baalspriester viele Schwierigkeiten zu durchleben. Trotz großer Erlebnisse mit Gott drohte sein Glaube zu schwinden. Gott sandte ihm einen Engel, um ihn zu stärken.
Das geschehe auch heute noch, wenn Menschen sich Gott im Gebet näherten, erklärte Apostel Zisowski. Seien wir enttäuscht, weil wir unsere Ziele nicht erreichten, Schwierigkeiten in der Partnerschaft oder Familie hätten oder von jemandem verletzt worden seien, könnten Zweifel an Gott entstehen – insbesondere dann, wenn Gebete scheinbar nicht erhört würden.
Dann komme Gott und sage sinngemäß: „Lass uns deinen Glauben stärken“, damit die Hoffnung in der Seele wieder größer werde. Diese Stärkung geschehe in der Begegnung mit Gott, insbesondere in den Sakramenten, betonte Apostel Zisowski. Auch unsere Gebete sollten Tiefgang haben, sodass wir am Ende spürten: Gott hat dich berührt.
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