Lünen. Am Sonntag, 7. Juni 2026, feierte die Gemeinde Lünen mit ihrem Vorsteher, Evangelist Stephan Wiese, den monatlichen Gemeindesonntag. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die Frage nach dem wahren Grund christlicher Freude.
Der Predigt lag das Bibelwort aus Lukas 10,20 zugrunde: „Doch darüber freut euch nicht, dass euch die Geister untertan sind. Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.“
Passend dazu schmückten kleine Papierwolken mit den Namen der Gottesdienstteilnehmer die Pinwand am Altar. Evangelist Wiese griff dieses Bild auf und erklärte, man könne sich so gut vorstellen, dass unsere Namen Gott bekannt sind und gleichsam im Himmel geschrieben stehen.
Grund christlicher Freude
Als Jesus die im Bibelwort zitierten Worte sprach, hatten sich die Jünger darüber gefreut, dass ihnen in seinem Auftrag und in seiner Vollmacht Außergewöhnliches gelungen war. „Auch heute dürfen wir uns über Erfolge freuen, die wir mit unserem Glauben erzielen können“, räumte der Gemeindevorsteher ein. Doch solche Erfahrungen seien oft nur Momentaufnahmen und nicht von dauerhafter Beständigkeit.
In der Predigt machte Evangelist Wiese deutlich, worauf sich christliche Freude letztlich gründet. Ihr Ursprung liege nicht in eigenen Leistungen, sichtbaren Erfolgen oder besonderen Fähigkeiten, sondern in der Gewissheit, dass unsere Namen bei Gott bekannt sind. „Er kennt nicht nur unsere Namen, sondern auch die Menschen dahinter – mit ihren Stärken und Schwächen, ihren Möglichkeiten und Grenzen.“
Dabei seien Talente und Fähigkeiten nicht das Entscheidende. Gott ruft Menschen in seinen Dienst und möchte durch sie wirken. Wer sich ihm anvertraut, darf darauf vertrauen, dass er ihn kennt, liebt und auch in schwierigen Situationen nicht allein lässt. Gott sagt uns zu: „Ich bin bei euch, auch wenn es mal eng wird.“
Am Ende des Gottesdienstes beauftragte Evangelist Wiese den Diakon i. R. Dietmar Braun als Lehrkraft für den Konfirmandenunterricht.
Kennt auch dich und hat dich lieb
Mit dem Lied „Weißt du, wieviel Sternlein stehen?“ fand der Gottesdienst einen stimmungsvollen Abschluss. Das bekannte Lied griff die zentrale Botschaft des Tages noch einmal auf: Gott kennt jeden Menschen persönlich und verliert keinen aus seinem Blick.
9. Juni 2026
Text:
Uwe Consten ,
Günter Lohsträter
Fotos:
Peter Fleck
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