Marten. Der Gottesdienst am Mittwochabend, 10. Januar 2024, stand ganz im Zeichen der Weisen aus dem Morgenland. Grundlage war der Bericht aus der Kindheitsgeschichte Jesu, wie sie im Matthäusevangelium überliefert ist.
Das Datum in der ersten Hälfte des Januar biete noch beides: den Blick auf die Weihnachtszeit und auch für gute Wünsche für das neue Jahr sei es noch nicht zu spät, so der Apostel.
Frohes Neues!
Mit den Wünschen zum neuen Jahr sei das so eine Sache, bemerkte Apostel Thorsten Zisowski: oft einfach so daher gesagt „Frohes Neues“ oder doch etwas mehr, etwas intensiver?
Der Wunsch solle bestenfalls ein Ziel ausdrücken, so riet er. So könnte ein Wunsch beispielsweise lauten: „Ich wünsche dir Gesundheit.“ Konkreter würde es werden, sagte man: „Nimm doch mal zehn Kilogramm ab!“ Dann bestünde allerdings die Gefahr, einen guten Freund zu verlieren, fügte er schmunzelnd an. Er wolle seine Wünsche für das neue Jahr in den Aufruf fassen: „Befiehl dem Herrn deine Wege, er wird’s wohl machen.“
Juden und Heiden
Grundlage für die Predigt war das Bibelwort: „Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut und gingen in das Haus und sahen das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe (Matthäus 2,10.11)."
Der „Dreikönigstag“, der jährlich am 6. Januar im christlichen Kalender steht, ist das Fest der Erscheinung des Herrn (Epiphanias) und stehe im engen Bezug auf die Verehrung des Herrn durch die Magier aus dem Morgenland, so ordnete Apostel Zisowski das Bibelwort in den Kalender des Kirchenjahrs ein.
Ganz anders als die Hirten, denen der Engel auf den Feldern Bethlehems erschien und die Geburt des Heilandes verkündigte, seien diese Sterndeuter aufgrund ihrer Beobachtungen auf die Geburt eines Königs aufmerksam geworden und dem Zeichen eines Sterns gefolgt.
„Schon ganz am Anfang bei der Geburt Jesu wurde deutlich: Die frohe Botschaft vom Erlöser Jesus Christus gilt beiden, Juden und Heiden“ machte der Apostel deutlich: Einerseits die Hirten, fromme Juden und in Kenntnis der Schriften der Bücher Mose und der Propheten, andererseits die Weisen, die aus einem völlig anderen Kulturkreis kamen, als Heiden galten und aufgrund der Beobachtung von Sternbildern sich auf den Weg nach Bethlehem machten.
Wirksamkeit Heiligen Geistes
Die Erkenntnis allerdings, dass sie in diesem Kind Gott sahen und ihm huldigten, wie man in ihrem Kulturkreis einem König Huldigung entbietet, sei nicht ihrer Weisheit entsprungen, so der Apostel. Hier sei Wirksamkeit Heiligen Geistes tätig gewesen.
So sei es auch bei Petrus gewesen, als er bekundete, in Jesus Christus den Sohn Gottes erkannt zu haben und die Worte Jesu hörte: „Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel.
Gott sei es, der damals wie heute Suchende lenke und führe, durch seinen Geist Erkenntnisse vertiefe und zur Freude in Christus leite, fasste der Apostel die Summe seiner Gedanken zusammen. „Gott bietet sein Heil seit eh und je allen Menschen an.“
Die Geschenke der Weisen
Auch mit ihren Geschenken bekundeten die Weisen, dass sie die Hoheit Jesu anerkennen: Gold mit dem Hinweis auf sein Königsein, Weihrauch, das bei der Liturgie des mosaischen Opferdienstes zum Einsatz kam und auf das Hohepriestertum Jesu hinwies, und schließlich Myrrhe, eine Heilpflanze, die auf Jesu als den Heilsbringer deutete.
Aus Myrrhe habe man auch Öl gewonnen, erläuterte Apostel Zisowski einen weiteren Aspekt: Öl, mit dem die Leinentücher getränkt waren, mit denen Jesu Leichnam vor der Grablegung eingebunden wurde. So habe es schon bei der Geburt Jesu einen Hinweis auf seinen Tod am Kreuz gegeben.
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Bezirksevangelist Eberhard Dodt ermunterte in seinem Predigtbeitrag, nach oben zu schauen und sich vom Herrn leiten zu lassen und stellte die Frage, welche Geschenke die Gläubigen dem Herrn brächten, wenn sie ihm begegnen wollen. „Wie oft kommen wir mit Erwartungen in den Gottesdienst. Denken wir doch mal um: Was können wir mitbringen?“ Beispielsweise nannte er ein offenes Herz für das Wort Gottes, Zuwendung zum Nächsten, Anteilnahme an seinem Schicksal und auch Versöhnungsbereitschaft.
Heilige Versiegelung
Bevor die Gemeinde das Heilige Abendmahl feierte, spendete Apostel Zisowski einem Kind im Sakrament der Heiligen Versiegelung die Gabe Heiligen Geistes.
16. Januar 2024
Text:
Günter Lohsträter
Fotos:
Günter Lohsträter
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