Aplerbeck. Apostel Thorsten Zisowski besuchte am 18. August 2024 die Gemeinde Aplerbeck. Im Gottesdienst spendete er Elke und Ulrich Hedtfeld den Segen zur goldenen Hochzeit. In der Predigt ging es um die Impulse aus den ersten christlichen Gemeinden.
Der Festgottesdienst zur Goldhochzeit in Aplerbeck, in dem auch noch das Sakrament der Heiligen Versiegelung gespendet wurde und Amtshandlungen stattfanden (wir berichteten), war neben den Predigten des Apostels und zweier Bischöfe sowie der Segensspendung durch ein reiches musikalisches Mitwirken der Kinder und Enkelkinder der Jubilare geprägt.
Dankbarkeit braucht einen Grund
Apostel Zisowski nahm zu Beginn der Predigt Bezug auf das gemeinsam gesungene Lied „O dass ich tausend Zungen hätte und einen tausendfachen Mund“. Es könne nichts Besseres geben, als einen Gottesdienst mit Lob und Dank zu beginnen, setzte er einen ersten Impuls.
An die Jubilare gerichtet, führte er weiter aus, dass in ihnen große Dankbarkeit stehe für all das, was in ihren 50 Ehejahren lag. Es bestehe Dankbarkeit für die Familie, die Gemeinde und dafür, dass Gott sie in seinen Dienst nehmen konnte und weiterhin könne. Das zusammen seien viele Gründe, dankbar zu sein.
Beständigkeit am Beispiel der Urkirche
Als Bibelwort zu diesem Gottesdienst diente Apostelgeschichte 2,42: „Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.“ Dieser Zustandsbeschreibung der ersten christlichen Gemeinde zu Jerusalem sei die gewaltige Pfingstpredigt des Petrus vorausgegangen, beschrieb der Apostel den Kontext des Bibelwortes. Die Predigt habe etwas mit den Menschen gemacht. Von 3.000 Menschen spricht die Apostelgeschichte, die der Aufforderung, Buße zu tun und sich taufen zu lassen, gefolgt seien.
„Was hätte dieser Gottesdienst mit uns gemacht?“, stellte der Apostel die rhetorische Frage. Er ermunterte die Gläubigen, ebenfalls mit der Begeisterung der ersten Christen festzuhalten an der Lehre der Apostel, die keine Parallellehre gewesen sei. Die Apostel hätten nichts anderes getan, als die frohe Botschaft aus dem Evangelium Jesu Christi weiterzugeben, so wie das auch heute geschehe. „Wir glauben daran, dass die Apostolizität der Kirche mit der zeitgemäßen Besetzung des Apostelamts mit lebenden Aposteln nötig ist, damit weiterhin Ämter ordiniert und die Sakramente vollumfänglich gespendet werden können.“ Daran gelte es, beständig festzuhalten. Ebenso gelte es Gemeinschaft unter den Gläubigen zu pflegen, Gemeinschaft sei Wille Gottes. Eine weitere Aufforderung formulierte der Apostel so: „Lasst und unser Gebet neu justieren, beten wirkt!“
Zwei Bischöfe in Begleitung des Apostels
Die beiden Bischöfe Peter Johanning und Manfred Bruns wendeten sich ebenfalls an die versammelte Gemeinde. Bischof Bruns, der für den Bezirk Dortmund zuständige Bischof, äußerte den Gedanken, dass die Predigt an diesem Sonntag zur Selbstüberprüfung anrege: „Sind wir auch so beständig?“ stellte er die Frage. Und er ermunterte: „Lasst uns beständig bleiben bis der Herr kommt.“
Bischof Peter Johanning nahm als Freund der Goldhochzeitsleute an diesem Festgottesdienst teil. Er beschrieb in seinem Predigtbeitrag die Stimmung innerhalb der ersten Jerusalemer Gemeinde, von der das Bibelwort aus der Apostelgeschichte berichtet. Christusgläubige Juden in der Tradition ihrer vielen Speise-, Kleidungs- und Reinigungsgesetze, Griechen und Römer mit ihren bunten Götterhimmeln, alle miteinander hätten sich sehr verändern müssen, um diese beständige Gemeinde zu bilden. Wie sei das möglich geworden? Die innere Überzeugung, das gute Angebot und die Berührung durch den Heiligen Geist, der durch die ersten Apostel wirkte, habe diese Begeisterung wirken können. Sein Wunsch: „Lasst uns nie aufhören, mit Enthusiasmus und Neugierde beständig zu bleiben in der Erwartung auf das Gute, das noch kommt.
Dankbarkeit verlängert das Leben
Im Anschluss an die Feier der Sakramente der Heiligen Versiegelung und des Heiligen Abendmahls sowie der Bestätigung zweier Amtsträger für die Gemeinde Aplerbeck (wir berichteten) spendete Apostel Zisowski Elke und Ulrich Hedtfeld den Segen zur goldenen Hochzeit. Bezirksältester i.R. Hedtfeld diente viele Jahre lang als Gemeindevorsteher und mehr als zwanzig Jahre in der Bezirksleitung, davon ab 2006 elf Jahre als Bezirksvorsteher des damaligen Bezirks Dortmund-Ost. Seit vielen Jahren ist er im ökumenischen Bereich aktiv und vertritt die Neuapostolische Kirche Westdeutschland als Delegierter in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Nordrhein-Westfalen (ACK NRW).
„Dieser Moment ist von großer Dankbarkeit geprägt,“ begann der Apostel seine Ansprache an das Goldhochzeitspaar und führte fort: „Ich habe eure Dankbarkeit empfunden über das, was ihr in eurem Leben habt empfangen dürfen.“ Dankbarkeit mache etwas mit einem selbst: sie sorge für Zufriedenheit. Dankbarkeit mache aber auch etwas mit Gott, sie sei ihm angenehm und er antworte mit Segen.
Der Apostel zitierte aus einer Universitätsstudie: Wissenschaftler hätten empirisch festgestellt, dass Dankbarkeit das Leben verlängere. Er denke dabei an das ewige Leben, aber auch an das diesseitige Leben. Und nicht zuletzt erhöhe Dankbarkeit die Lebensqualität. „All das habt ihr bisher genießen können und ihr seid dankbar dafür.“
Gott macht keine halben Sachen
Für die kommende Zeit gab der Apostel dem Paar das Bibelwort aus Philipper 1,5 mit auf den Weg: „Und ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.“
Gott habe nicht nur begonnen, sondern er wolle auch vollenden. „Er will die ewige Gemeinschaft mit euch erleben." Anschließend spendete der den Segen. Wenngleich dieser Segen dem Jubiläumspaar persönlich gelte, solle er sich aber über das ganze Haus, über alle Freunde und die ganze Gemeinde ausbreiten, ergänzte der Apostel: „Es ist genug für alle da.“
5. Oktober 2024
Text:
Günter Lohsträter
Fotos:
Frank Schuldt
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