Dortmund. Zum 19. Mal fand in Dortmund ein ganz besonderes Fußballturnier statt: das Fußballturnier der Religionen. Unter dem Motto „Anstoß zum Dialog“ spielten Mannschaften aus Christentum, Judentum und Islam um die begehrte Siegestrophäe. Zum dritten Mal war auch eine Mannschaft der Neuapostolischen Kirche dabei – diesmal sogar mit eigenen Trikots.
Am 18. September 2025 traten insgesamt zehn Teams gegeneinander an – wobei „Mannschaft“ nicht ganz zutrifft. Auch zwei junge Frauen spielten mit, wie Moderator Gerd Kolbe lobend hervorhob. Besonders im Mittelpunkt stand wieder der 1. FC Dialog, der den Gedanken des Turniers am sichtbarsten verkörpert: Menschen aus drei Religionen spielen gemeinsam als Team.
Ein deutschlandweit einmaliges Projekt
Sowas gibt es nur in Dortmund! Das Fußballturnier der Religionen ist bundesweit einzigartig. Der Deutsche Fußballbund (DFB) und die Pax Bank Köln haben es deshalb bereits ausgezeichnet. Die Schirmherrschaft übernahm erneut der Dortmunder Oberbürgermeister.
Über alle Grenzen von Religionen und Kulturen hinweg gehe es um Respekt, Fairness und Toleranz, so Pfarrer Friedrich Stiller vom Organisationsteam. „Zusammen setzen wir auch in schwierigen Zeiten ein klares Zeichen gegen Antisemitismus, Muslimfeindschaft und Islamangst.“
Mehr als Fußball: Ein Tag der Begegnung
Der Dortmunder Hoeschpark bot wie in den Vorjahren die optimale Kulisse für das Turnier. Auf dem „Platz der Begegnung“ gab es türkisches Essen, ein Familiencafé, vielfältige Spiel- und Sportangebote für Kinder und Jugendliche sowie eine Chill-Zone für junge Erwachsene. Und vor allem: viele wertvolle Begegnungen.
Vor der Siegerehrung wurden der Friedensgruß der Religionen sowie die Dortmunder Selbstverpflichtung von Vertreterinnen und Vertretern der drei Religionen verlesen. Anschließend überreichte Bürgermeister Norbert Schilff die Pokale.
Sieger, Fairplay – und ein starkes Signal
Den ersten Platz belegte das Makkabi-Team, bestehend aus Freizeitkickern des jüdischen Sportvereins Makkabi. Den zweiten Platz erreichte das Evangelische Team, in dem sich Fußballbegeisterte aus den 24 evangelischen Kirchengemeinden Dortmunds zusammengeschlossen hatten.
Eine wichtige Anmerkung von Pfarrer Friedrich Stiller rundete die Siegerehrung ab: „Egal wer gewinnt – es steht immer 1:0 für den Dialog.“
6. Dezember 2025
Text:
Günter Lohsträter
Fotos:
Björn Hillebrand
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