Dortmund. Auf vielfältige Art und Weise pflegten während der letzten drei Monate Menschen über Gemeinde-, Konfessions- und Religionsunterschiede hinweg Gemeinschaft. Gegenseitiges Ermuntern zu Solidarität und Nächstenliebe nach göttlichen Maßstäben war allen Veranstaltungen wichtig.
Zum Tanzen mit einem therapeutischen Ansatz hatte die Gemeinde Kirchhörde zu ihrem diesjährigen Sommerfest im September eingeladen. Singen zu Gitarren- und Harfenklängen stand im Oktober in der Friedenskirche der Evangelisch-methodistischen Kirche in Hörde auf dem Programm.
Ein ökumenisches Gedenken in Erinnerung an die Reichspogromnacht fand im November in der Stadtkirche St. Petri statt.
Inklusives Tanzprojekt
Unter dem Titel "Dance in - Dance out" fand auf dem Gemeindefest in Kirchhörde am 7. September 2024 eine inklusive Tanzformation statt. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem Friederike-Fliedner-Haus (FFH), einer in Hörde ansässigen medizinischen Rehabilitationseinrichtung für Menschen mit einer psychischen Erkrankung und der Evangelischen Kirchengemeinde in Hörde.
Unter der Leitung von Monica Fotescu-Uta, internationale Primaballerina und Solistin des Dortmunder Balletts, begeisterte die Gruppe durch ihre Darbietungen. Kräftiger Applaus ermunterte die Tänzerinnen und Tänzer zu immer weiteren Formationen – ein wichtiges Element des therapeutisches Ansatzes. Monica Fotescu-Uta ist neben ihrem breitgefächerten künstlerischen Engagement Therapeutin für Sophrologie. Unter dem Begriff "ChoreoSphrologie" hat sie diese anerkannte und praktizierte Tanztherapiemethode entwickelt.
Im weiteren Verlauf des Sommerfestes waren alle eingeladen zu einer Klangschalen-Meditation.
Singen zu Gitarre und Harfe
Auf Einladung von Dr. Gero Waßweiler, Pastor der Friedenskirche der Evangelisch-methodistischen Gemeinde an der Gildenstraße in Dortmund-Hörde, besuchten einige Hörder neuapostolische Christen ein Konzert mit Reinhard Boerner (Gitarre und Gesang) und seiner Frau Martine (Harfe).
Das Konzert am 24. Oktober 2024 trug den Titel „Friedenszeichen“. Andächtige Stille gepaart mit einer frohen Stimmung prägten das Konzert, in dem sich die sechs Saiten der Gitarre mit den 36 Saiten der Harfe wie ein gewobener Klangteppich ausbreiteten.
Lieder von Paul Gerhardt und Martin Luther, in ihrem gewohnten Kleid aufgefrischt mit Elementen aus Folk, Blues und Swing boten ein vertrautes und doch zeitgemäßes Klangbild. Neben den Liedern der alten Meister des Kirchenlieds präsentierten die beiden Solisten auch eigene Songs, die zum Mitsingen einluden.
Unterwasser-Gedanken zum Gedenken
Zusammen mit der Evangelischen Stadtkirche St. Petri, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V. und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Dortmund fand auch in diesem Jahr wieder ein ökumenisches Gedenken der Reichspogromnacht 1938 statt. Da der eigentliche Gedenktag, der 9. November, in diesem Jahr auf einen Sabbat fiel, fand die Andacht schon am Donnerstag, dem 7. November 2024 in St. Petri statt. Die ACK Dortmund war vertreten durch Ulrich Hedtfeld und Günter Lohsträter von der Neuapostolischen Kirche in Dortmund sowie dem Pfarrer der Dortmunder Griechisch-orthodoxen Gemeinde Archimandrit Filotheos Maroudas.
Schülerinnen und Schüler des Dortmunder Stadtgymnasiums erinnerten mit Gedichten des Dortmunder jüdischen Juristen Curt Bloch (1908-1975), der an eben demselben Gymnasium im Jahr 1927 sein Abitur gemacht hatte, an die grauenvolle Zeit. Bloch hatte diese satirischen Gedichte während der Zeit seines Versteckens in den Niederlanden verfasst, als er im niederländischen Untergrund das Satire-Magazin „Het Onderwater-Cabaret“ (Das Unterwasser Kabarett) herausgab, das von anderen Untergetauchten gelesen wurde.
Textlesungen und Gebete, auch um Mut, die Stimme gegen alle menschenverachtende Gewalt zu erheben, waren Inhalt der Andacht. Unter die Haut ging das von Schülerinnen und Schülern des Stadtgymnasiums vertonte Gedicht „Wann?“
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