Lünen. Anlässlich ihres 125-jährigen Bestehens hatte die Gemeinde Lünen zu einer ökumenisch-musikalischen Andacht eingeladen. Das Thema Frieden stand im Zentrum – sowohl in den Wortbeiträgen als auch in den musikalischen Darbietungen.
Die Sehnsucht nach Frieden in der Welt, die weit über die bloße Abwesenheit von Krieg hinausgeht, prägte den gesamten Abend des 9. November 2025. Gesprochenes und gesungenes Wort wechselten sich ab und schufen eine von Stille und Besinnlichkeit getragene Atmosphäre.
Erinnerung an den 9. November
Zu Beginn erinnerte Evangelist Stephan Wiese, Vorsteher der gastgebenden Gemeinde, an die besondere historische Bedeutung dieses Datums. Der 9. November sei mit vielen dramatischen Ereignissen verbunden – von der Reichspogromnacht 1938 bis zum Fall der Berliner Mauer 1989.
Auch im Jahr 2025 sei die Welt nicht frei von Krieg, Gewalt und Konflikten. Gerade vor diesem Hintergrund gewinne der Wunsch nach Frieden besondere Bedeutung.
Peace shall be with you
Trotz erschütternder Ereignisse – historisch wie aktuell – verbinde Christinnen und Christen ein tiefes Verlangen nach Frieden. Mit diesem Gedanken eröffnete der evangelische Projektchor unter der Leitung von Jutta Timpe den ersten musikalischen Block.
Mit „Unser Gott hat uns geschaffen“ aus einer keltischen Messe, dem „Hevenu Schalom alejchem (Wir wollen Frieden für alle)“ und „Peace shall be with you“ sangen sie eindrucksvoll und bewegend von dieser gemeinsamen Hoffnung.
Suche nach Frieden
Der katholische Kirchenchor, geleitet von Andreas Rohne, knüpfte mit den Liedern „Und ein neuer Morgen“, „Gottes neue Welt“ und „Suche Frieden“ an dieses Thema an.
Den dritten musikalischen Teil gestaltete der Chor der neuapostolischen Kirchengemeinde Lünen unter der Leitung von Marco Braun und Stephan Lichtenberg. Mit „Frieden in der Angst der Welt“, „Jesu Frieden sei mit allen“ und „Verleih uns Frieden“ rundeten sie das musikalische Gesamtbild stimmig ab.
Ein gemeinsamer Abschluss
Zum Abschluss vereinten sich alle drei Chöre zu einem kraftvollen Gemeinschaftswerk. Verschiedene Versionen des „Magnificat“ umrahmten die vorgetragenen Fürbitten, die allesamt unter dem Aspekt der Bitte um Frieden standen und mit den Worten endeten: „Gott, schenke uns deinen Frieden!“
In den Fürbitten wurde um Frieden in Kriegsgebieten, in Familien und Beziehungen, in der Gesellschaft, zwischen den Religionen und schließlich im eigenen Herzen gebetet.
Nach der von allen drei Chören gemeinsam gesungenen Bitte „Komm, Herr, segne uns“ beendete Evangelist Wiese die Andacht mit einem Segen und der Einladung zum Verweilen. Den musikalischen Schlusspunkt setzte der große gemeinschaftliche Chor mit dem Lied „Verleih uns Frieden“.
Reflexion der Impulsbeiträge
Zwischen den musikalischen Blöcken gaben Pastoralreferentin Isabell Schneider und Pfarrer Benjamin Anicker geistliche Impulse zum Thema Frieden. Sie ermutigten die Zuhörer, nach einem Gebet des Franz von Assisi selbst zu Werkzeugen des Friedens zu werden.
In den anschließenden Gesprächen konnten die Besucher diese Impulse vertiefen und miteinander ins Gespräch kommen.
26. November 2025
Text:
Uwe Consten ,
Günter Lohsträter
Fotos:
Peter Fleck
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