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Abschied von
Hirte i.R. Heinrich Magney

 

Dortmund-Wambel. Am 1. Januar 2026 verstarb Hirte i.R. Heinrich Magney im Alter von 88 Jahren. Eine große Gemeinde umgab die Familie des Verstorbenen bei der Trauerfeier am Freitag, dem 16. Januar 2026.

Freunde und Weggefährten aus Kirche, Beruf und Nachbarschaft nahmen gemeinsam Abschied. Die bis auf den letzten Platz besetzte Kirche in Wambel zeugte von der Wertschätzung, die Heinrich Magney entgegengebracht wurde.

Wirkung statt Effekt

Priester Sven Wortmann, Gemeindevorsteher in Wambel, beschrieb den Verstorbenen als einen Menschen, dem es stets um die Wirkung seines Handelns gegangen sei. Nie habe er auf kurzfristige Effekte gesetzt, vielmehr sei es ihm im familiären, kirchlichen und beruflichen Umfeld immer wichtig gewesen, nachhaltig zu wirken.

„Er war manchmal ein wenig zu lieb als Chef“, zitierte Sven Wortmann die Aussage eines ehemaligen Mitarbeiters, „aber einen besseren haben wir nie mehr bekommen.“ Diese Haltung habe gleichermaßen in die Familie wie auch in die Gemeinde ausgestrahlt.

Gutes geben und Gutes empfangen

Für die Trauerfeier wählte Priester Wortmann das Bibelwort aus Matthäus 7,11: „Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, dennoch euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten!“

Lange habe er mit dieser Auswahl gerungen, erklärte Wortmann. Ausschlaggebend sei der zweite Teil des Verses gewesen: Heinrich Magney habe seinen Kindern, seiner Familie, der Gemeinde und auch den Menschen in seinem beruflichen Umfeld stets Gutes gegeben. Zugleich habe er davon gelebt, selbst viel Gutes aus seiner Umgebung und letztlich aus der Hand Gottes empfangen zu haben.

Bescheidenheit und Zuversicht

Zu seiner liebevollen Ausstrahlung hätten sich Bescheidenheit und Zuversicht gepaart, so der Vorsteher. Diese Haltung sei auch in dem gemeinsam gesungenen Lied „Ich weiß nicht, wann Christus, der König, erscheint“ zum Ausdruck gekommen. Priester Wortmann zitierte aus der zweiten Strophe: „Ich weiß nicht, wie schön Gottes Wohnungen sind, ich weiß nicht welch‘ Namen er gibt seinem Kind; doch ich weiß, er hat alles bereitet gar fein, und das soll genügend, genügend mir sein.“

Bis in seine letzten Lebenstage hinein habe sich Heinrich Magneys tiefe Verbundenheit mit seinem priesterlichen Dienst gezeigt. 24 Jahre lang wirkte er als Hirte der Gemeinde Dortmund-Brackel bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2003. Zuletzt habe er oft in den Anfängen einer Demenz davon berichtet, Gottesdienste gehalten zu haben oder für kommende Tage dazu eingeteilt zu sein – ein berührender Ausdruck der tiefen Verinnerlichung seines Auftrags.

Fast ein halbes Jahrhundert im kirchlichen Dienst

Im Alter von 27 Jahren empfing Heinrich Magney im Jahr 1964 das Unterdiakonenamt für die Gemeinde Wambel. Fünf Jahre später wurde er zum Diakon und 1975 zum Priester ordiniert. Ab 1979 trug er als Gemeindevorsteher Verantwortung in Dortmund-Brackel.

Nach seinem Ruhestand übernahm er noch für neun Jahre ehrenamtlich die Geschäftsführung des neuapostolischen Seniorenzentrums „Haus Löhnbachtal“ in Fröndenberg. Bei seiner Verabschiedung aus dieser Aufgabe, die der seinerzeitige Bezirksapostel Armin Brinkmann im Beisein der gesamten Belegschaft des Hauses und des Frönderberger Bürgermeisters im September 2012 vornahm, wurde noch einmal deutlich, dass Heinrich Magney für viele Bewohner nicht nur administrativ tätig, sondern auch ein geschätzter Seelsorger war. 

Im September 2023 konnte er gemeinsam mit seiner Frau Emmi noch den Segen zur diamantenen Hochzeit empfangen und diesen besonderen Anlass im Kreis von Familie und Freunden feiern.

27. Januar 2026
Text: Günter Lohsträter
Fotos: Bildarchiv, Günter Lohsträter

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