Dortmund. Zwei Gottesdienste hielt Bischof Manfred Bruns noch im Kirchenbezirk Dortmund, bevor er in den kirchlichen Ruhestand verabschiedet wird. Die Ruhesetzung wird Bezirksapostel Pöschel am 22. Februar 2026 in der Gemeinde Duisburg-West vornehmen.
Am Sonntag, 25. Januar 2026, besuchte der scheidende Bischof noch einmal die Gemeinde Schwerte. Seinen letzten Gottesdienst im Bezirk Dortmund feierte er am Mittwoch, 11. Februar 2026, mit der Gemeinde Lünen.
Aus Wasser wird Wein
Dem Gottesdienst in Schwerte lag die Schilderung des ersten Zeichens Jesu bei der Hochzeit zu Kana aus dem Johannesevangelium zugrunde. Dort heißt es unter anderem: „Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat. Es geschah zu Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn.“
In der Predigt verwies Bischof Bruns auf die in der Offenbarung beschriebene Hochzeit des Lammes. So wie in Kana allein die Gegenwart Jesu ausreichte, um Wasser in Wein zu verwandeln, entstehe auch heute durch die Nähe zum Gottessohn Freude – verbunden mit der Vorfreude auf die Wiederkunft Christi.
Freude über das, was Gott schafft
Der Gottesdienst in Lünen war der letzte, den Bischof Bruns vor seiner Ruhesetzung im Kirchenbezirk Dortmund hielt. Der Predigt lag das Bibelwort aus Jesaja 56,18 zugrunde: „Freuet euch und seid fröhlich immerdar über das, was ich schaffe. Denn siehe, ich erschaffe Jerusalem zur Wonne und sein Volk zur Freude.“
Ein erster Impuls bezog sich auf den Chorgesang des Liedes „Ich freue mich über die, so mir sagten: Lasset uns in das Haus des Herrn gehen.“ Der Text nach Worten aus Psalm 122 greift die zentrale Bedeutung Jerusalems als Wallfahrtsort für die Israeliten auf. Die Freude über die Einladung in das Haus Gottes – und die Bereitschaft, ihr zu folgen – seien auch heute gute Voraussetzungen, Gottes schöpferisches Handeln wahrzunehmen.
„Allein die Schönheit und unermessliche Vielfalt der Schöpfung lässt uns über die Schaffenskraft Gottes staunen“, führte der Bischof weiter aus.
Das neue Jerusalem
Darüber hinaus lenkte Bischof Bruns den Blick auf die neue Schöpfung. Gott werde die durch Sünde gestörte Harmonie zwischen sich und den Menschen sowie unter den Menschen wiederherstellen. Er sei dabei, das neue Jerusalem zu erschaffen – einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen das Böse keinen Raum mehr habe und die Menschen in vollkommener Harmonie mit Gott und miteinander leben würden.
Schlusssegen
Priester Dominik Alpers, stellvertretender Bezirksvorsteher in Dortmund, ging in seinem Predigtbeitrag auf die besondere Situation von Bischof Bruns ein: In mehreren von ihm über viele Jahre betreuten Bezirken halte er jeweils seine letzten Gottesdienste. Der Bischof habe kürzlich betont, wie wichtig ihm dabei eine Handlung besonders sei – noch einmal und ganz bewusst den Schlusssegen zu spenden.
16. Februar 2026
Text:
Lutz Krupka,
Günter Lohsträter
Fotos:
Lutz Krupka,
Günter Lohsträter
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