Schwerte. Im Gottesdienst am Sonntag, den 3. Mai 2026, empfingen Heike und Dietmar Walther den Segen zu ihrer goldenen Hochzeit. Zahlreiche Familienmitglieder, Freunde und Wegbegleiter waren nach Schwerte gekommen, um dieses besondere Jubiläum gemeinsam mit ihnen zu feiern.
Die Segenshandlung vollzog Bischof Jens Eberle, der als Gemeindevorsteher in Schwerte viele Jahre eng mit Dietmar Walther in der Seelsorge zusammengearbeitet hatte.
50 Jahre unter Gottes Segen
In seiner Ansprache erinnerte der Bischof an das Bibelwort, das die Eheleute zu ihrer Hochzeit vor 50 Jahren empfangen hatten und sie seitdem begleitete: „Wünschet Jerusalem Glück, es möge wohl gehen denen, die dich lieben.“
Rückblickend, so Bischof Eberle, habe sich dieser Segen erfüllt – Heike und Dietmar Walther sei viel Gutes widerfahren. Zugleich habe es auch Zeiten der Sorge gegeben. Doch gerade darin zeige sich die Kraft des Segens: Er beinhalte stets die Zusage der göttlichen Begleitung, auch in herausfordernden Lebensphasen.
Ein Leben im selbstlosen Dienst
Besonders würdigte der Bischof den Einsatz der Eheleute während der Jahre, in denen Dietmar Walther Seelsorgereisen nach Sibirien unternahm. Nie hätten sie die Frage gestellt, die bereits die Jünger Jesu bewegte: „Wir haben alles verlassen; was wird uns dafür zuteil?“
Immer wieder habe Dietmar Walther seine Heimat verlassen und über einen Zeitraum von zehn Jahren als Priester solche Reisen auf sich genommen. „Damals gab es noch keine Mobiltelefone, und der Kontakt nach Hause war nur sehr eingeschränkt möglich“, betonte der Bischof.
Auch Priester Thomas Ackermann, ein langjähriger Weggefährte im priesterlichen Dienst in Schwerte, würdigte das Ehepaar in seinem Beitrag: „Ihr seid stets authentisch gewesen. Ohne großes Aufsehen habt ihr geholfen und hattet immer ein offenes Ohr für andere.“
„Ich werde sein, der ich sein werde“
Mit dem Lied „Gut, dass wir einander haben“ leitete der Chor die Segenshandlung ein. In persönlichen Worten brachte der Bischof die Verbundenheit der Gemeinde mit dem Ehepaar zum Ausdruck: „Ihr habt den Kreis weit gehalten – in eurer Familie und in der Gemeinde. Wir sind dankbar, euch an unserer Seite zu wissen.“
Der Segen, so Bischof Eberle, richte sich bewusst in die Zukunft. Er stärke dazu, weiterhin einander und anderen zu dienen – so, wie es die Eheleute Walther ihr Leben lang vorgelebt hätten. Als Leitwort für die kommenden Jahre gab er ihnen die Zusage mit auf den Weg: „Ich werde sein, der ich sein werde.“
Abschließend spannte der Bischof den Bogen zum eingangs zitierten Bibelwort: So wie der Wunsch nach Glück und Wohlergehen einst Jerusalem galt, solle auch dieser Segenswunsch der gesamten Ortsgemeinde gelten.
20. Mai 2026
Text:
Lutz Krupka,
Günter Lohsträter
Fotos:
Lutz Krupka
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