Dortmund. Drei besondere Anlässe prägten den Gottesdienst am Sonntag, 30. August 2026, in der Gemeinde Dortmund-Hombruch: Apostel Thorsten Zisowski setzte Diakon Jürgen Bick in den altersgemäßen Ruhestand, ernannte Priester Dominic Dietzel zum stellvertretenden Vorsteher der Gemeinde und spendete mehreren Gläubigen das Sakrament der Heiligen Versiegelung.
Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die Zusage Gottes, sich den Schwachen, Entmutigten sowie von Zweifeln und Erschöpfung Geplagten zuzuwenden. Grundlage der Predigt war das Bibelwort aus Jesaja 42,3: „Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.“ Gottes Hilfe und Nähe gelten allen Menschen – und jedem Einzelnen persönlich.
Bereits zu Beginn stimmte ein kleiner Kinderchor die Gemeinde ein. Die Kinder sangen davon, wie sich Himmel und Erde berühren und unter den Menschen Frieden entstehen kann. Dies geschieht dort, wo Menschen sich in Liebe verschenken, sich verbünden und Hass überwinden. Apostel Zisowski griff diesen Gedanken auf. Er verwies darauf, dass Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit existiert und durch seine Gnade Versöhnung und Frieden ermöglicht.
Drei besondere Handlungen
„Wenn du nach Hombruch kommst, ist immer etwas mehr los“, zitierte Apostel Zisowski den Hombrucher Vorsteher, Hirte Dietmar Ballosch. Dieser hatte damit an den Gottesdienst vor einem Jahr erinnert, in dem der Apostel mehrere Ordinationen für die Gemeinde vorgenommen hatte.
Heilige Versiegelung
Als erste der besonderen Handlungen stand die Heilige Versiegelung im Mittelpunkt. Apostel Zisowski spendete das Sakrament einem jungen Ehepaar und einer Mutter mit ihrer Tochter aus der Gemeinde Hörde sowie zwei Kindern aus Hombruch.
Den Sakramentsempfängern stellte der Apostel die persönliche Zusage Gottes vor Augen: „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen.“ Darin werde deutlich, wie persönlich Gottes Zuwendung ist: Er kennt den Menschen, ruft ihn bei seinem Namen und begleitet ihn auf seinem Lebens- und Glaubensweg.
Dankbarer Abschied von Jürgen Bick
Anschließend stand die Ruhesetzung von Diakon Jürgen Bick an. Im Alter von 65 Jahren beendete er seinen aktiven Amtsdienst. 42 Jahre lang war er ehrenamtlich in der Gemeinde Hombruch tätig, davon von 1997 bis 2013 als Priester.
Der Apostel würdigte seinen stets freudigen Dienst und dankte ihm für sein langjähriges Wirken und seine Verbundenheit mit der Gemeinde. Viele Jahre habe Jürgen Bick Verantwortung übernommen und das Gemeindeleben mitgeprägt.
Ganz verabschieden müssen sich Gemeinde und Chor jedoch nicht von ihm: Seine Tätigkeit als Chorleiter in Hombruch wird Jürgen Bick auch im Ruhestand weiterführen. Darüber zeigte sich der Apostel erfreut.
Neue Aufgabe für Dominic Dietzel
Eine neue Verantwortung übertrug Apostel Zisowski dem 32-jährigen Priester Dominic Dietzel. Er ernannte ihn zum stellvertretenden Vorsteher der Gemeinde Hombruch. Künftig wird er Vorsteher Hirte Dietmar Ballosch unterstützen. Mit der neuen Aufgabe erweitert sich sein Verantwortungsbereich; nun gilt es, die gesamte Gemeinde mit in den Blick zu nehmen.
Dominic Dietzel erhielt bereits im Alter von 21 Jahren seinen ersten Amtsauftrag als Diakon für die Gemeinde Kirchhörde. Dort wurde er 2017 zum Priester ordiniert. Im Jahr 2024 wechselte er nach Hombruch.
Mit Segenswünschen sandte der Apostel ihn in seine neue Aufgabe und wünschte ihm Gottes Beistand und Führung für den erweiterten Verantwortungsbereich.
Gottes Hilfe für Menschen in schwierigen Zeiten
In der Predigt stellte Apostel Zisowski die Zusage Gottes in den Mittelpunkt, Menschen auch in schwierigen Lebenssituationen beizustehen. An den Bildern des geknickten Rohrs und des glimmenden Dochtes erläuterte er die Verheißung, die ursprünglich den Israeliten in einer äußerst schwierigen Zeit galt. Gefangenschaft, Heimatlosigkeit und die Erfahrung, aus ihren vertrauten Lebensverhältnissen entwurzelt zu sein, prägten ihre Situation. Gerade dort machte Gott ihnen durch den Propheten seine Nähe und seinen Beistand deutlich.
Diese Zusage gelte auch heute. Menschen könnten an ihre Grenzen kommen, sich innerlich geknickt fühlen oder erleben, dass ihre Hoffnung nur noch schwach glimme. Gott zerbreche das Geknickte nicht und lösche das Schwache nicht aus, sondern stehe den Menschen auch in solchen Situationen bei.
Diese Hilfe, so machte der Apostel deutlich, sage Jesus Christus zu. Seine Stimme sei nicht laut und aufdringlich, sondern leise und unaufdringlich. Um sie wahrnehmen zu können, brauche es die Bereitschaft, in sich selbst stiller zu werden. Der Apostel ermutigte die Gemeinde deshalb, Momente der Stille zuzulassen und aufmerksam auf die Stimme Gottes zu hören.
3. September 2026
Text:
Günter Lohsträter
Fotos:
Günter Lohsträter
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