Dortmund-Hörde. Ein besonderer Gemeindesonntag fand am 6. September 2026 in der Gemeinde Dortmund-Hörde statt. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die Heilswirkung der Sakramente. Gleichzeitig durfte die Gemeinde eine besondere Segenshandlung miterleben: Elisabeth Zenner bekannte sich öffentlich zum neuapostolischen Glauben und wurde in die Neuapostolische Kirche aufgenommen.
Wie bereits beim Gemeindesonntag im Juni führte auch diesmal Priester Dominik Alpers, stellvertretender Bezirksvorsteher in Dortmund, die Aufnahmehandlung durch - wieder ein Gottesdienst mit Musik, Sakramenten und einem persönlichen Bekenntnis.
Lobgesang und Bibelwort
Der Gottesdienst begann mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Großer Gott, wir loben dich“. Einen besonderen musikalischen Akzent setzte zum Abschluss des Predigtteils das bekannte Lied „Laudato si“. Zwei Kinder der Gemeinde trugen den Lobgesang mit Sologesang und Klavier vor.
Im Mittelpunkt der Predigt stand das Bibelwort aus dem ersten Johannesbrief: „Denn drei sind, die das bezeugen: der Geist und das Wasser und das Blut; und die drei stimmen überein (1. Johannes 5,7.8).“
Drei Zeugen
Priester Alpers erläuterte den geschichtlichen Hintergrund des Briefes. In den frühen christlichen Gemeinden habe Unsicherheit darüber bestanden, welche Bedeutung der Person Jesu Christi zukomme. Manche hätten infrage gestellt, dass Gott in Jesus Christus wahrer Mensch geworden sei und dass sein Leiden und Sterben Voraussetzung für das Heil seien.
Der Verfasser des ersten Johannesbriefes begegne diesen Zweifeln mit dem Hinweis auf drei Zeugen: Geist, Wasser und Blut. Priester Alpers stellte einen Bezug zu den drei Sakramenten der Neuapostolischen Kirche her: der Heiligen Wassertaufe, des Heiligen Abendmahls und der Heiligen Versiegelung.
Auch die musikalische Gestaltung passte zu diesem Gedanken. Es könne kaum etwas Besseres geben, als einen Gottesdienst, in dem die Wirkung der Sakramente betrachtet werde, mit Lobgesängen zu begleiten, so Priester Alpers mit Blick auf die Liedauswahl.
„Ich halte dich bei deiner rechten Hand“
Seit längerer Zeit bestand ein intensiver Kontakt von Elisabeth Zenner zur Gemeinde Hörde. Daraus war der Wunsch gewachsen, sich zum neuapostolischen Glauben zu bekennen.
Priester Alpers hatte Elisabeth Zenner bereits während seiner Zeit als Hörder Gemeindevorsteher begleitet. Umso mehr freute er sich, ihr nun im Rahmen der Aufnahmehandlung den Segen für ihren weiteren Glaubensweg zusprechen zu dürfen.
Dazu gab er ihr ein Wort aus dem Propheten Jesaja mit: „Denn ich bin der Herr, dein Gott, der deine rechte Hand fasst und zu dir spricht: Fürchte dich nicht, ich helfe dir (Jesaja 41,13)!“ Dieses Wort möge Elisabeth Zenner auf ihrem weiteren Glaubensweg begleiten.
Was bedeutet die Aufnahme?
In seiner Ansprache erläuterte Priester Alpers auch die Bedeutung der Segenshandlung. Als getaufte und an Jesus Christus glaubende Christin gehöre Elisabeth Zenner bereits zur Kirche Christi.
Mit der Aufnahme bekenne sie sich nun öffentlich – vor Gott und der versammelten Gemeinde – zum neuapostolischen Glauben. Dazu gehören der Glaube an die Wiederkunft Christi, an die Sendung des Apostelamtes zur Vorbereitung auf diese Wiederkunft sowie an die Spendung der Gabe des Heiligen Geistes in der Heiligen Versiegelung.
Mit der Aufnahme erhält sie zudem die Berechtigung, dauerhaft am Sakrament des Heiligen Abendmahls teilzunehmen. Zuvor war dies bereits gastweise möglich. Darüber hinaus kann sie die weiteren Segnungen der Neuapostolischen Kirche empfangen.
17. September 2026
Text:
Günter Lohsträter
Fotos:
Günter Lohsträter
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