Dortmund. Zum Gottesdienst am Sonntag, dem 28. Juni 2026 hatte Evangelist Jörg von Oppenkowski, Bezirksvorsteher des Kirchenbezirks Dortmund, die diesjährigen Konfirmationsjubilare eingeladen. Gastgeber des Festgottesdienstes war die Gemeinde Dortmund-Marten.
Neben den goldenen Jubilaren, die vor 50 Jahren ihr Konfirmationsgelübde abgelegt hatten, begrüßte Evangelist Jörg von Oppenkowski auch einige Jubilare, die ihr 60-jähriges Konfirmationsjubiläum begingen. Der Gottesdienst bot Gelegenheit, dankbar auf fünf beziehungsweise sechs Jahrzehnte zurückzuschauen, in denen die Jubilare ihren Glaubensweg in eigener Verantwortung gegangen sind.
Grundlage der Predigt war das für diesen Sonntagsgottesdienst vorgesehene Bibelwort aus Jeremia 29,11: „Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“ Zugleich gab das Bibelwort Impulse für die Vorbereitung auf den Gottesdienst für Entschlafene am folgenden Sonntag.
Hoffnung und Zukunft
In der Predigt verwies der Bezirksvorsteher zunächst auf den historischen Zusammenhang der Verheißung des Propheten Jeremia. Fernab jeder realen Aussicht auf eine Verbesserung der Lebensumstände der im Exil lebenden Israeliten, inmitten politischer und religiöser Bedrängnis, habe Gott seinem Volk zugesichert, einen Plan für sie zu haben. Der Prophet habe keine unmittelbare Wende der Verhältnisse angekündigt, sondern die Gewissheit vermittelt: Gott kennt die Seinen, weiß um ihre Lebenssituation und verfolgt mit ihnen einen guten Plan.
Das prophetische Wort ermutige dazu, die Hoffnung auf Gottes Verheißungen nicht aufzugeben. „Haltet die Hoffnung auf diese Zukunft fest“, fasste der Evangelist den Gedanken zusammen.
Brücke zum Gottesdienst für Entschlafene
Der Bezug zur Lebenswirklichkeit der heutigen Gläubigen lag nahe. Gottes Hilfe im persönlichen Leben, in Ausbildung und Beruf, in der Familie oder angesichts der fortschreitenden Entchristlichung der Gesellschaft lasse sich ebenso wenig durch menschliches Wünschen oder Beten erzwingen, wie sich Licht allein durch den Wunsch danach entzünden lasse. Gott versichere vielmehr, einen Plan zu haben, der von Gedanken des Friedens geprägt sei: „Ich habe euch eine Zukunft bereitet. Haltet fest an der unerschütterlichen Hoffnung.“
Diese Gewissheit gelte gleichermaßen für Lebende und Entschlafene. Damit schlug der Evangelist die Brücke zum Gottesdienst für Entschlafene am folgenden Sonntag, in dem die Sakramente auch den Seelen in der jenseitigen Welt zugänglich gemacht werden.
Erinnerungen an die Konfirmationszeit
Zur Co-Predigt bat Evangelist von Oppenkowski Diakonin Heike Zeuch, die selbst zu den Konfirmationsjubilaren gehörte, einige Worte an die Gemeinde und insbesondere an die Jubilare zu richten. Sie erinnerte an prägende Erlebnisse ihrer Jugendzeit, darunter Gottesdienste zu den Jugendtagen in der Dortmunder Westfalenhalle.
Besonders lebendig sei ihr der Gottesdienst mit Stammapostel Ernst Streckeisen in Erinnerung geblieben, der auch das Grußwort im Konfirmandenbrief ihres Konfirmationsjahrgangs verfasst hatte. Daraus zitierte sie das Konfirmationswort aus Jesaja 12,2: „Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher und fürchte mich nicht; denn Gott der Herr ist meine Stärke und mein Psalm und ist mein Heil.“
Feierlicher Ausklang
Ein feierlicher Sopran-Solovortrag mit Klavierbegleitung leitete den liturgischen Höhepunkt des Gottesdienstes ein. Es folgten das gemeinsame Gebet des Vaterunsers, die Verkündigung der Sündenvergebung und die Feier des Heiligen Abendmahls. Mit Schlussgebet und Segen endete der Gottesdienst, den der Chor mit dem bekannten Chorsatz „Die Himmel rühmen“ beschloss.
Im Anschluss nutzten die Jubilare bei einem gemeinsamen Imbiss die Gelegenheit, Erinnerungen auszutauschen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
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