Dortmund-Marten. Auf 60 Ehejahre können Margot und Friedhelm Nordmeier zurückblicken. Am Sonntag, 7. April 2024, spendete ihnen Evangelist Jörg von Oppenkowski den Segen zu ihrem Hochzeitsjubiläum.
Zum Gottesdienst in Dortmund-Marten waren neben der Gemeinde Familienangehörige, Wegbegleiter und Freunde des Jubelpaars gekommen, um mit diesem das Fest der diamantenen Hochzeit zu feiern.
Liebe, Treue und gute Lebensführung
„Sechzig Ehejahre in wenigen Momenten zusammenzufassen ist nicht ansatzweise möglich“, so Evangelist von Oppenkowski in seiner Ansprache an die Eheleute. Bereits die Konzentration auf das Wesentliche sei schon eine Herausforderung. Dennoch wolle er den Versuch wagen.
„Liebe, Treue und eine gute Lebensführung sind die Merkmale, mit denen ihr Zeichen gesetzt habt und auch weiterhin setzt. Liebe und Treue sowohl untereinander als auch gegenüber dem Nächsten.“ So seien beide auch im Ruhestand – nach 40 Jahren gemeinsamer Amts- und Kirchentätigkeit – auf privater und kirchlicher Ebene aktiv und hierbei stets dem Nächsten zugewandt.
„Ihr habt euch zwei Lieder gewünscht, die anlässlich eures Ehejubliäums mit der ganzen Gemeinde gesungen werden“, führte der Evangelist weiter aus. An diesen beiden Liedern – ein Danklied und ein Bittlied – orientierte sich die Ansprache zur Diamantenen Hochzeit.
„Danket dem Herrn“
„Man könnte meinen, dass die sechs Jahrzehnte eurer Ehe ausschließlich schön und einfach waren“ nahm Evangelist von Oppenkowski Bezug auf den ersten Liedwunsch, das bekannte Lob- und Danklied „Danket dem Herrn“. „Ist diese Annahme realistisch?“ Das Leben habe sowohl Hochs als auch Tiefs, sowohl schöne als auch traurige Momente mit sich gebracht. „Wie kommt ihr also darauf, dieses Lied auszuwählen?“, so seine Frage an das Jubelpaar. Die Antwort gab der Evangelist selbst, indem er auf einen Teil des Bibelworts aus Philipper 3, 13 verwies: „Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist …“.
Es sei kaum möglich, schwierige und belastende Dinge, die das Leben mit sich gebracht habe, zu vergessen. Vielmehr sei es wertvoll, wenn die Erinnerung an schwierige Situationen die Seele nicht mehr belaste und man sich vornehmlich an das Gute einnern wolle. Ebenso gelte es, das Heute – vor allem auch das heutige Fest der Diamantenen Hochzeit – zu genießen und dann den Blick in die Zukunft zu richten. Hiermit sei nicht das nächste Ehejubiläum gemeint, sondern das Ziel des Glaubens, die ewige Gemeinschaft mit Gott.
„Ach bleib mit deiner Gnade“
Angeregt durch die Wahl des zweiten Lieds „Ach bleib mit deiner Gnade“ unternahm Evangelist von Oppenkowski einen weiteren Ausblick in die Zukunft vor. In diesem Zusammenhang zitierte er aus Philipper 1,6: „… und ich bin darin guter Zuversicht, das der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird´s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.“ Dies sei sowohl Freude als auch Wegweisung. „Habt auch weiterhin Liebe und Treue zueinander, zur Gemeinde und zu Jesus Christus“, so der Rat und die Bitte des Evangelisten an das Diamantene Hochzeitspaar.
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