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Gemeinde Hörde:
Andacht zur Passionszeit

 

Dortmund-Hörde. Mehr als 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Gemeinde Hörde sowie aus umliegenden Gemeinden kamen zu einer besonderen Andacht zur Passionszeit zusammen. Wort und Gesang beschäftigten sich am Freitagabend, dem 20. März 2026 mit dem Leidensweg Jesu.

Orgelmusik, Sologesang mit Klavierbegleitung und gemeinsamer Gesang der Andachtsgemeinde wechselten mit Lesungen aus Bibeltexten und ausgewählten Zitaten verschiedener Autoren. Gestaltet wurden die Beiträge von fünf Gemeindemitgliedern aus Hörde.

Arno Mescheder, der die Lied- und Textauswahl der Abendandacht zusammengestellt hatte, begrüßte die Teilnehmenden und zeigte sich überwältigt von der großen Resonanz.

Einführung in die Themen „Nacht“ und „Kreuz“

Bevor Volker Senge die Andacht mit einer Orgelimprovisation über den Choral „O Haupt voll Blut und Wunden“ eröffnete, führte Arno Mescheder in die beiden thematisch gestalteten Teile „Nacht“ und „Kreuz“ ein. Während sich der erste Teil mit dem Leiden Jesu als wahrer Mensch befasste, richtete der zweite Teil den Blick auf Jesus als wahren Gott.

Im ersten Teil stand die Szene im Garten Gethsemane im Mittelpunkt. Der Bibeltext aus dem Markusevangelium machte die Angst und Verlassenheit Jesu eindrücklich greifbar.

Gedanken zur Nacht und menschlicher Verletzlichkeit

Texte, Gebete und musikalische Beiträge – unter anderem der Taizé-Gesang „Bleibet hier und wachet mit mir“ mit Kira Meier als Sopransolistin – luden dazu ein, über eigene Erfahrungen von Müdigkeit, Überforderung und menschlicher Verletzlichkeit nachzudenken.

Der gemeinsam gesungene Kanon „Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht“ leitete in den zweiten Teil der Andacht über.

Das Kreuz als Zeichen von Hoffnung

Unter der Überschrift „Kreuz“ wurde mit Worten aus dem Lukasevangelium die Kreuzigung Jesu betrachtet, ergänzt durch bewegende Texte und Lieder. Dabei wurde deutlich, dass das Kreuz nicht nur für Leid steht, sondern auch Hoffnung und Trost in sich trägt.

Die Beiträge regten dazu an, das Geschehen von Ostern her und das Kreuz als Zeichen der Liebe Gottes zu verstehen.

Neue Perspektiven auf Christus

Eine besondere Perspektive eröffnete die Betrachtung einer Christusfigur aus dem Altarraum des Münsters in Hameln. Dort wird Christus nicht als der Gekreuzigte dargestellt, sondern bildet mit seinen ausgestreckten Armen selbst das Kreuz.

Die Darstellung verschweigt das Leiden nicht, macht jedoch zugleich deutlich, dass es nicht das letzte Wort behält: „Dieser Christus segnet zugleich. Und vielleicht ist sein Segen gerade darum so anrührend glaubwürdig, weil er aus dem Dunkel erwächst.“

Zusammenführung und persönliche Impulse

Die Andacht endete mit zusammenführenden Gedanken: Die Passion sei nicht nur als Leidensgeschichte zu verstehen, sondern auch als Ausdruck von Jesu leidenschaftlicher Liebe zu den Menschen. Diese Perspektive ermutige dazu, das eigene Leben mit neuer Hingabe und Aufmerksamkeit für andere zu gestalten.

Gebete, eine gemeinsame Gedenkminute, das Vaterunser sowie das Schlusslied „Herr, bleib bei mir, der Abend bricht herein“ bildeten den Schluss der Andacht.

Viele Besucherinnen und Besucher nahmen anschließend die Einladung zum Ausklang bei ungesäuertem Brot und rotem Traubensaft an und nutzten die Gelegenheit, die Eindrücke in Gesprächen nachklingen zu lassen.

28. März 2026
Text: Günter Lohsträter
Fotos: Lutz Krupka

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