Dortmund. Dortmund. „Glaube gehört ins Leben – miteinander, füreinander, mit Christus“ – unter diesem Motto versammelten sich am Sonntag, dem 13. September 2026, zahlreiche Gläubige zum zweiten Seniorengottesdienst im Kirchenbezirk Dortmund in der Gemeinde Dortmund-Aplerbeck.
Evangelist Jörg von Oppenkowski, Dortmunder Bezirksvorsteher, leitete den Gottesdienst. Grundlage der Predigt war ein Bibelwort aus der Apostelgeschichte: „Und sie hörten nicht auf, alle Tage im Tempel und hier und dort in den Häusern zu lehren und zu predigen das Evangelium von Jesus Christus.“ (Apostelgeschichte 5,42)
Das Evangelium im Alltag
Evangelist von Oppenkowski knüpfte an das vom Chor gesungene Lied „Wie selig ist's zu glauben, zu lieben und zu hoffen“ an. Glaube, Liebe und Hoffnung seien grundlegende Haltungen des christlichen Lebens. Entscheidend sei jedoch, was davon im Alltag sichtbar werde.
Im Tempel und in den Häusern
Die ersten Christen hätten das Evangelium im Tempel und in den Häusern verkündigt. Der Tempel stehe im Kontext des Bibelwortes für einen öffentlichen Ort der Lehre und der Wortverkündigung, erläuterte Evangelist von Oppenkowski.
Auch heute gehöre die frohe Botschaft nicht hinter Kirchenmauern. Sie werde besonders durch das eigene Verhalten sichtbar: durch Freundlichkeit, Geduld, Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft.
Das könne bereits in kleinen Alltagssituationen geschehen. Ein freundliches Wort oder geduldiges Verhalten an der Supermarktkasse könne ebenso Ausdruck gelebten Glaubens sein wie ein aufmerksames Gespräch mit einem Menschen aus dem persönlichen Umfeld.
Aber auch in den Häusern, wie es die Apostelgeschichte beschreibt, also zu Hause, in der Familie, im Freundeskreis und in der Gemeinde werde das Evangelium durch Zuhören, Trost, Vergebung und praktische Hilfe lebendig.
Nächstenliebe kennt keinen Ruhestand
Im weiteren Verlauf stellte der Bezirksvorsteher die zentrale Botschaft des Evangeliums heraus: Jesus Christus ist für alle Menschen gestorben und auferstanden. Darin werde die unendliche Liebe Gottes sichtbar. Die Auferstehung schenke Hoffnung über den Tod hinaus und die Wiederkunft Christi eröffne eine große Zukunftsperspektive.
Gerade die Senioren verfügten über einen großen Schatz an Glaubenserfahrungen. Viele Jahrzehnte hätten Höhen und Tiefen, Veränderungen und Herausforderungen mit sich gebracht. Diese Erfahrungen könnten für jüngere Generationen wertvoll sein.
„Nächstenliebe kennt keinen Ruhestand“, machte Evangelist von Oppenkowski deutlich. Auch wenn die eigenen Wege im Alter vielleicht kürzer würden, blieben Gebet, ein gutes Wort, ein Anruf oder eine helfende Hand wichtige Möglichkeiten, anderen Menschen Gutes zu tun. „Vielleicht sind deine Wege kürzer geworden, aber ein Gebet reicht immer noch sehr weit.“
Das Evangelium möchte gelebt werden
Der Seniorengottesdienst machte deutlich: Das Evangelium möchte nicht nur gehört, sondern gelebt werden – getreu dem Motto des Tages: „Glaube gehört ins Leben – miteinander, füreinander und mit Christus.“ Ein Gebet, ein freundliches Wort, ein offenes Ohr oder eine helfende Hand können dazu beitragen, die Liebe Gottes im Alltag sichtbar zu machen.
28. September 2026
Text:
Günter Lohsträter
Fotos:
Günter Lohsträter
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