Dortmund-Marten. Angehörige, Freunde, Wegbegleiter und Gemeindemitglieder kamen am Mittwoch, 1. April 2026, zur Trauerfeier für Solveig Hillebrand zusammen. Die Glaubensschwester war am 8. März 2026 im Alter von 79 Jahren verstorben.
Eine große Trauergemeinde hatte sich versammelt, um Abschied von Solveig Hillebrand zu nehmen. Evangelist Jörg von Oppenkowski, Bezirksvorsteher in Dortmund und für mehrere Jahre Vorsteher der Verstorbenen in Marten, leitete die Feier. In der Trauerpredigt, die Bezug auf Römer 8 nahm, hob er besonders die Gewissheit hervor, dass der gläubige Mensch durch nichts von der Liebe Gottes getrennt werden könne.
Die Gewissheit der Liebe Gottes
„Es gibt Bibelworte, die wie ein Anker sind“, wandte sich Evangelist von Oppenkowski an die Trauerversammlung. Ein Anker, an dem man sich festhalten könne, der Stabilität biete, auch in Momenten des Abschieds. In diesem Zusammenhang widmete er der Heimgegangenen das Bibelwort aus Römer 8, 38.39: „Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.“
Paulus äußere sich hier nicht im Sinne einer Vermutung oder einer unbegründeten Hoffnung, sondern in einer tiefen Gewissheit. Die Liebe Gottes sei stärker als viele Dinge, die Menschen Angst machen könnten wie verschiedene Mächte, Leid, Krankheit und Tod. Der gläubige Mensch könne durch nichts von dieser Liebe getrennt werden. Dies könne auch Solveig Hillebrand für sich in Anspruch nehmen.
Eine Frau, die Verantwortung übernommen hat
„Solveig Hillebrand war eine Frau, die Verantwortung übernommen hat“, so Evangelist von Oppenkowski weiter. Als bekennende Christin habe sie ihren Platz in der Familie, in Freundschaften, im Beruf und auch in der Gemeinde mit hohem Verantwortungsbewusstsein eingenommen. Verantwortung im Sinne ausgeprägter Gewissenhaftigkeit im Beruf, ebenso bereits in Kindheit und Jugend als die große, sich kümmernde Schwester mit mehreren jüngeren Geschwistern.
Das Verantwortungsbewusstsein habe sich auch in der Gemeinde gezeigt. „Eigentlich war Solveig die erste Diakonin der Gemeinde Marten“, zitierte der Evangelist schmunzelnd Hirte i.R. Helmut Neumann, den langjährigen Gemeindevorsteher und späteren Seniorenbegleiter Solveig Hillebrands. So sei sie in einer Zeit, in der so etwas für Frauen noch nicht üblich gewesen sei, sowohl Religionslehrerin als auch stellvertretende Jugendseelsorgerin gewesen.
Gott sieht das ganze Leben, den ganzen Menschen
„Wenn wir heute auf das Leben von Solveig schauen, sehen wir vieles: Ihr Verantwortungsbewusstsein, ihre Einsatzbereitschaft, ihr Kümmern und auch sich wiederholende Krankheitsphasen. Wir sehen auch diese schweren Jahre, die das familiäre Leben mitgeprägt haben“, so der Evangelist. Gott sehe mehr. Er sehe, dass Solveig Hillebrand als Christin eben das versucht habe, was charakteristisch für gläubige Christen sei: Die Gestaltung des Lebens nach dem Evangelium Jesu Christi.
„Das ist es, was vor Gott zählt. Er sieht den ganzen Menschen, er sieht das Bemühen, er sieht ins Herz.“, so Evangelist von Oppenkowski. Er sehe die vielen Jahre des Glaubens, der Treue zur Gemeinde, des Vertrauens, das sie in ihrem Herzen getragen habe. „Heute vertrauen wir Geist und Seele Solveig Hillebrands den Händen Gottes an. Gottes Hände sind Hände der Liebe. Diese Liebe begleitet das ganze Leben und trägt auch über dieses Leben hinaus. Darauf vertrauen wir.“
Musikalische Gestaltung und Dekoration
Vor Beginn der Trauerfeier brachten Sohn und Enkelsohn der Heimgegangenen gemeinsam verschiedene Lieder an Orgel und Klavier zu Gehör. Im weiteren Verlauf gaben der gemeinsame Gesang der Lieder „Seliges Wissen, Jesus ist mein“, „Tut mir auf die schöne Pforte“ und „Lobe den Herren, den mächtigen König“, die bereits rund zwei Jahre zuvor beim Abschied von Priester i.R. Horst Hillebrand, dem Ehemann der Heimgegangen, gesungen wurden, dem Trauergottesdienst einen feierlichen musikalischen Rahmen.
Die Altardekoration mit Bildern aus dem Familienleben und mehreren Büchern brachte sowohl Solveig Hillebrands Verbundenheit zur Familie als auch ihre Vorliebe für humorvolle Kriminalromane zum Ausdruck.
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