Dortmund-Marten. Gemeindemitglieder, Freunde und Wegbegleiter nahmen am Dienstag, 20. Februar 2024, Abschied von Ulrike Kloß. Die Glaubensschwester war am 5. Februar 2024 im Alter von 54 Jahren verstorben.
Rund 100 Teilnehmer waren in Präsenz und online versammelt, um Ulrike Kloß die letzte Ehre zu erweisen. Hirte Uwe Dietzel führte die Trauerfeier durch. In der Trauerpredigt nahm er Bezug auf Psalm 23.
Bewusste Vorbereitung auf das Lebensende
In der seelsorgerischen Begleitung der Heimgegangen im Hospiz habe er miterlebt, wie ein Mensch sich ganz bewusst darauf vorbereitet habe, diese Erde zu verlassen, so Hirte Dietzel. „Irdische Güter waren ihr nicht mehr wichtig, sie hat alles dem Hospiz gespendet“. Auch ihre Trauerfeier habe Ulrike Kloß selbst geplant, hierzu eingeladen und das Bibelwort ausgewählt. "Das ebenfalls von ihr ausgesuchte Lied „Stern, auf den ich schaue", das wir gemeinsam zu Beginn gesungen haben, war ihr Lieblingslied.“
„Der Herr ist mein Hirte“
Mit den bekannten Psalmworten „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er erquicket meine Seele. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar“ (Psalm 23,1.3.4.6) beschrieb Hirte Dietzel die Verstorbene als einen Menschen mit großem Gottvertrauen. Der Gottesdienstbesuch habe Ulrike Kloß viel bedeutet.
Schwierige Lebensverhältnisse, vor allem in Bezug auf ihre schwere Krankheit, habe sie erleben müssen. Gleichzeitig habe sie erfahren dürfen, dass Gott bei ihr war. „Sie hat nicht über ihr Schicksal geklagt, auch nicht mit Gott gehadert. Sie hat Zuflucht in ihrem Glauben gesucht, war sehr pragmatisch und hat alles Notwendige vorbildlich geregelt.“
Auffällige Entwicklungen
Neben der Wahrnehmung, wie sich ein Mensch bewusst auf das Verlassen dieser Erde vorbereitet, habe er im Rahmen der seelsorgerischen Betreuung - besonders in den letzten Lebensmonaten im Hospiz - auch eine deutliche Entwicklung in einigen Persönlichkeitsaspekten erlebt, so Hirte Dietzel weiter. Ulrike Kloß sei ein Mensch gewesen, der eher zurückgezogen gelebt und wenig Ansprüche gehabt habe. So habe sie ihre Eltern bis zu deren Tod gepflegt und sich nur selten selbst etwas Besonders gegönnt.
Eher isoliert lebend, habe sie auf ihre Mitmenschen mitunter beinah misstrauisch, gar schroff wirken können. Hier sei eine deutliche Veränderung erkennbar gewesen. So habe Ulrike Kloß in den letzten Monaten ihres Lebens in Form regelmäßiger Besuche durch Glaubensgeschwister die Nähe und Zuwendung der Gemeinde erfahren. Hierdurch sei sie ein spürbar sanfterer und zugewandterer Mensch geworden, der viel Dankbarkeit zum Ausdruck bringen konnte.
Mit dem kraftvoll gesungenen Lied „Fort, fort, mein Herz, zum Himmel“, verabschiedete sich die Gemeinde am Ende der Trauerfeier musikalisch von ihrer Glaubensschwester.
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