Dortmund. In zeitlicher Nähe zum Pfingstfest und geprägt von dessen Botschaft fand am Freitag, 29. Mai 2026, in der evangelischen Stadtkirche Sankt Petri ein ökumenischer Gottesdienst statt. Gemeinsame Lieder, Gebet, Lesung, ein Predigtimpuls sowie musikalische Beiträge prägten die Feier.
Unter dem Motto „Vom Geist bewegt. Einander begegnen.“ kamen rund 100 Christinnen und Christen verschiedener Konfessionen zusammen. Eingeladen hatte die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Dortmund.
Feierlicher Auftakt
Mit dem an der Orgel vorgetragenen Choral „Schmückt das Fest mit Maien“, begann der Gottesdienst. Während des musikalischen Auftakts zogen die Liturgen feierlich in die Kirche ein und trugen dabei die Osterkerze voran.
Pfarrer Michael Stache vom Evangelischen Kirchenkreis Dortmund eröffnete den Gottesdienst im Namen des dreieinigen Gottes, begrüßte die Anwesenden und griff das Motto des Abends auf. Er wünschte, dass sich alle vom Geist Gottes bewegen und berühren lassen mögen. Dieser Geist schenke Trost, Hoffnung, Freude und Frieden. Zugleich ermutigte er dazu, die Begegnung miteinander zu nutzen, um einander besser zu verstehen.
Gottes Geist bewegt Menschen
Pfarrer Stefan Tausch von der Katholischen Kirche Dortmund sprach das Eingangsgebet mit Worten aus Psalm 51. Anschließend trug er die Lesung aus Lukas 24 vor. Der Bibeltext berichtet von den Emmausjüngern, die dem auferstandenen Christus begegnen und dadurch neue Hoffnung gewinnen.
Den Predigtimpuls gestaltete Pfarrer Carsten Voß von der Trinitatisgemeinde Dortmund (SELK). Er verglich den Heiligen Geist mit dem Wind: Zwar sei er nicht sichtbar, seine Wirkung jedoch deutlich spürbar. Wer sich vom Geist Gottes bewegen lasse, suche die Begegnung mit anderen Menschen, nehme seinen Nächsten wahr und gebe die Kraft und Liebe Gottes weiter.
Kerzenaktion und Austausch
Ein besonderer Höhepunkt des Gottesdienstes war eine symbolische Aktion, zu der Pfarrer Robert Geßmann von der Alt-Katholischen Pfarrgemeinde St. Martin einlud. Die Teilnehmenden entzündeten Kerzen an der Osterkerze, reichten sie weiter und stellten sie schließlich auf dem Altar ab. Dort entstanden die Umrisse eines Herzens und eines Fisches – Symbole für Liebe, Glauben und christliche Gemeinschaft.
Anschließend bestand Gelegenheit zum persönlichen Austausch. In kleinen Gruppen kamen die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher über die Impulse des Abends ins Gespräch. Sanfte Orgelmusik schuf dabei eine ruhige und einladende Atmosphäre.
Gebet für Kirche und Welt
Die Fürbitten wurden von Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen christlichen Traditionen gestaltet. Evangelist i. R. Günter Lohsträter von der Neuapostolischen Kirche Dortmund, der zugleich als Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Dortmund tätig ist, leitete diesen Teil des Gottesdienstes mit den Worten ein: „Wir beten für Menschen, für unsere Kirchen und für eine Welt, die Hoffnung, Frieden und Gemeinschaft braucht.“
Nach dem gemeinsamen Vaterunser spendete Archimandrit Filotheos Maroudas von der Griechisch-Orthodoxen Gemeinde der Heiligen Apostel den Schlusssegen in griechischer Sprache und setzte damit ein sichtbares Zeichen gelebter ökumenischer Verbundenheit.
Musik und Begegnung
Mit dem gemeinsamen Gesang des Chorals „Großer Gott, wir loben dich“ endete der Gottesdienst. Schon im Gottesdienst gab es zwei gemeinsame Gesänge.
Musikalisch wurde die Feier von Ulrich Hedtfeld an der Orgel sowie vom Chor „Herztöne“ der Neuapostolischen Kirche Dortmund gestaltet. Unter der Leitung von Jörg Töpfer und begleitet von Sonja Töpfer am Flügel präsentierte der Chor die Stücke „In deine Hand“, „Ich bin der Weg“ und „Hilf uns zu glauben“. Trotz der anspruchsvollen Akustik der Petrikirche überzeugten die Sängerinnen und Sänger mit großer Klangfülle und musikalischer Ausdruckskraft.
Grußwort vom Bürgermeister
Im Anschluss richtete Norbert Schilff, Bürgermeister der Stadt Dortmund, ein Grußwort an die Versammelten. Darin würdigte er die Arbeit der ACK Dortmund, die mit ihrem Engagement Vertrauen stärke, Orientierung gebe und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Stadt fördere.
Bei einem gemeinsamen Imbiss klang der Abend aus. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit zu persönlichen Begegnungen und Gesprächen – ganz im Sinne des Mottos: „Vom Geist bewegt. Einander begegnen.“
4. Juni 2026
Text:
Heinz Helmut Bussemas,
Günter Lohsträter
Fotos:
Lutz Krupka
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