Dortmund-Marten. Angehörige, Freunde, Wegbegleiter und Gemeindemitglieder kamen am Donnerstag, 27. August 2026, zur Trauerfeier für Christel Grätzschel zusammen. Die Glaubensschwester war im Alter von 87 Jahren verstorben.
Eine große Trauergemeinde hatte sich versammelt, um Abschied von Christel Grätzschel zu nehmen. Priester Ilja Weigl, Gemeindevorsteher in Marten, führte die Trauerfeier durch, Hirte i.R. Helmut Neumann verlas den Nachruf der Familie.
Nimmer vergeht, was du liebend getan
Bereits der Refrain des gemeinsam gesungenen Lieds „Gleich wie die schimmernden Sterne“ zu Beginn der Trauerfeier spiegelte die Liebe und Wertschätzung wider, die die Familie auch in der Traueranzeige für Christel Grätzschel zum Ausdruck gebracht hatte: „Nimmer vergeht, was du liebend getan.“
Priester Weigl beschrieb die Verstorbene als einen Menschen, der bis zuletzt den Glauben behalten habe. In ihrem Leben habe sich Christel Grätzschel auf jeden neuen Tag gefreut, da sie um Gottes Nähe und Beistand gewusst habe. Diese Gewissheit habe ihr Kraft gegeben.
Lasten gemeinsam tragen
Priester Weigl legte der Trauerfeier das Bibelwort aus Jesaja 46,6 zugrunde: „Auch bis in euer Alter bin ich derselbe, und ich will euch tragen, bis ihr grau werdet. Ich habe es getan; ich will heben und tragen und erretten.“
Der Abschied von einem lieb gewonnenen Menschen und die sich hieraus ergebenden Veränderungen im täglichen Leben könnten durchaus wie eine Last empfunden werden, so Priester Weigl.
Gerade in solchen Augenblicken sage Gott seine Nähe zu. „Gott möchte, dass wir seine Nähe spüren“, nahm Priester Weigl Bezug auf das Bibelwort. Ebenso sei es für die Hinterbliebenen ratsam, einander zu begleiten und beizustehen, um zukünftigen Momenten von Traurigkeit oder Einsamkeit zu begegnen.
Du sollst es sein, du nur allein
Hirte i.R. Helmut Neumann, der die Familie seit mehreren Jahren seelsorgerisch begleitet, wandte sich ebenfalls in einem Predigtbeitrag an die Trauerversammlung. Hier würdigte er zunächst die mehr als sechzigjährige Ehe Christel Grätzschels mit ihrem hinterbliebenen Ehemann, Priester i.R. Klaus-Dieter Grätzschel (im April 2023 feierten die Eheleute diamantene Hochzeit).
So sei ihm von einem seiner Seelsorgebesuche bei den Eheleuten Grätzschel ein Bild des gegenseitigen Verstehens und Haltens in Erinnerung geblieben. Dieses Bild wolle er an einem Liedabschnitt festmachen, so der Hirte. In diesem Zusammenhang zitierte er aus der vormaligen Version des neuapostolischen Gesangbuchs: „Du sollst es sein, du nur allein, Hand, die nicht lässt, halte mich fest.“
„Eine durch Jesus Christus reich gemachte Seele ist ins Jenseits gezogen“, so Hirte Neumann. „Als gläubige Christen dürfen wir nun im wahrsten Sinne des Wortes „Auf Wiedersehen“ sagen und hieraus Zuversicht und Freude nehmen.“ Abschließend verlas er einen Nachruf, den die Familie der Heimgegangenen verfasst hatte.
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