Dortmund. Ein besonderer Gottesdienst voller Dankbarkeit, persönlicher Erinnerungen und musikalischer Beiträge: Am 27. September 2026 feierten Beate und Uli Kutscher ihre goldene Hochzeit. Den Festgottesdienst in der Neuapostolischen Kirche Scharnhorst leitete Bischof Jens Eberle.
Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand ein 50-jähriges Ehejubiläum: Beate und Uli Kutscher hatten dazu um den kirchlichen Segen gebeten. Dabei wurde deutlich, wie sehr die beiden auf die vergangenen gemeinsamen Jahre mit Dankbarkeit und zugleich mit großer Bescheidenheit zurückblicken.
Bei seinem Besuch im Hause Kutscher in der Woche vor dem Jubiläum hatte Bischof Eberle die beiden gefragt, was sie sich für ihre Goldene Hochzeit wünschten. Ihre Antwort war schlicht und zugleich ausdrucksstark: „Wir möchten, dass der liebe Gott mit uns redet.“
Ein Leben im Dienst der Kirche
In seiner Ansprache erinnerte der Bischof auch an das langjährige Engagement von Beate und Uli Kutscher in verschiedenen Gemeinden und kirchlichen Aufgaben. Im Kirchenbuch findet sich dazu eine beeindruckend lange Liste. „Ich bin froh, dass ich die Liste nicht habe ausdrucken lassen, das wäre seitenlang geworden“, bemerkte Bischof Eberle schmunzelnd.
Uli Kutscher, der auf eigenen Wunsch stets mit seinem Kurznamen Uli angesprochen wird, wurde bereits 1991 für die damalige Gemeinde Dortmund-Nord als Evangelist ordiniert. Im Jahr 2001 übernahm er die Aufgabe als Gemeindevorsteher in Dortmund-Lanstrop. 2005 kam die Verantwortung als Gemeindeleiter in Dortmund-Derne hinzu.
Nach der Zusammenlegung der Gemeinden Lanstrop und Derne mit der Gemeinde Scharnhorst im Jahr 2010 war Evangelist Kutscher in Scharnhorst als stellvertretender Gemeindeleiter tätig. Bis zu seinem kirchlichen Ruhestand im Jahr 2019 – zuletzt für einige Monate als kommissarischer Gemeindeleiter – engagierte er sich mit großer Treue für die Gemeinde.
Stets an seiner Seite war seine Frau Beate, die ihn in seinem Dienst tatkräftig unterstützte.
„Ihr habt in eurem Leben viel gegeben“
Bischof Eberle beschrieb eine Haltung, die das Leben der beiden geprägt habe: „Gebt, so wird euch reichlich gegeben.“ Mit Blick auf die vergangenen Jahrzehnte stellte er fest: „Ihr habt in eurem Leben viel gegeben.“
Gott habe das Leben und die Ehe der beiden gesegnet – mit einem „vollen, geschüttelten und gerüttelten Maß“, wie es sinngemäß in den Worten der Evangelien heißt.
Für die kommende gemeinsame Zeit sprach der Bischof den Jubilaren einen besonderen Wunsch aus: Sie mögen weiterhin Gottes Segen erfahren und nun vor allem viel gute gemeinsame Zeit genießen können – Zeit füreinander und in besonderer Qualität.
„Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft“
Auch die Predigt nahm das Leben im Vertrauen auf Gott in den Blick. Grundlage war das Bibelwort aus Jesaja 40,31: „Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft.“
Bischof Eberle erläuterte, dass das 40. Kapitel des Jesajabuches einen besonderen Wendepunkt darstellt. Während Jesaja zuvor vor allem als mahnender Prophet auftritt und vor Gericht und Konsequenzen warnt, beginnt mit diesem Kapitel eine Zeit des Trostes. „Tröstet, tröstet mein Volk“, lautet die Botschaft Gottes.
Mahnung und Trost, so der Bischof, schließen sich dabei nicht gegenseitig aus. Vielmehr gehören sie zusammen und können zu einer tragenden Gewissheit führen: Wer auf den Herrn vertraut und auf ihn harrt, darf neue Kraft erfahren.
Musik aus Gemeinde, Familie und Freundeskreis
Musikalisch wurde der Festgottesdienst auf besondere Weise gestaltet. Neben dem Gemeindegesang und den Vorträgen des Scharnhorster Gemeindechores bereicherten Familie und Freunde der Jubilare den Gottesdienst mit persönlichen musikalischen Beiträgen.
Zu hören waren unter anderem Klavier, Orgel, Klarinette und Trompete sowie ein Männergesangsquartett. Damit wurde der Gottesdienst auch musikalisch zu einem besonderen Ausdruck der Verbundenheit und der gemeinsamen Freude.
3. Oktober 2026
Text:
Günter Lohsträter
Fotos:
Günter Lohsträter
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