Bodelschwingh/Lünen. Vier Wochen nach ihrer Taufe empfing Elli Tissen das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Apostel Thorsten Zisowski führte diese Sakramentshandlung durch.
Am Sonntag, dem 11. Mai waren die Eltern mit Elli nach Bodelschwingh gekommen, um ihrer Tochter die Spendung der Gabe Heiligen Geistes zu ermöglichen. Am Palmsonntag, dem 13. April 2025 hatte Evangelist Stephan Wiese in Lünen die Taufe in der Heimatgemeinde der jungen Familie (wir berichteten) vollzogen..
Eltern übernehmen Verantwortung
In seiner Ansprache zur Handlung der Heiligen Versiegelung legte der Apostel sein Vertrauen in die Verantwortung der Eltern, ihre Tochter auf dem Weg in die Gemeinde und hin zu einer freudigen Christin zu begleiten.
Die Handlung nahm er durch Gebet und Auflegung seiner Hände an Elli vor.
Am Glauben festhalten
Das Bibelwort für die Predigt an diesem Sonntag entstammte der Geschichte rund um den Besuch Jesu in Betanien aus Anlass des Todes und der Auferweckung des Lazarus und aus dem Gespräch Jesu mit Marta, der Schwester des Lazarus „Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das? (Johannes 11,25.26).“
Zunächst hob der Apostel hervor, dass Marta trotz der Enttäuschung über die aus ihrer Sicht verspätete Ankunft Jesu in Betanien an ihrem Glauben festgehalten hätte: „Herr, wärst du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben. Aber auch jetzt weiß ich: Was du bittest von Gott, das wird dir Gott geben (Johannes 11,21.22).“ Marta sei da ein gutes Vorbild, so Apostel Zisowski. „Nicht immer erfüllen sich deine Erwartungen und Hoffnungen, aber halte doch am Glauben fest!“
Was ist dein Glaube?
Die zentrale Frage in diesem Gottesdienst „Glaubst du das?“ veranlasse die weitere Frage, was denn den Glauben präge: „Was macht denn dein Glaube aus?“ Der Apostel nannte drei Grundhaltungen. „Glaubst du an Götzen?“ „Hast du einen Pharisäer-Glauben?“ „Basiert dein Glaube auf Jesus Christus?“
Der Götzenglaube suche nach Alternativen. Er komme meist auf, wenn sich Probleme darstellten, wenn etwas Ungewöhnliches passiere. Apostel Zisowski führte das Beispiel der Israeliten an, als sich die Rückkehr Mose vom Berg Sinai unerwartet verzögerte und sie sich eine Ersatzsicherheit schufen: Den goldenen Stier. Er ermunterte, sich nicht Ersatzbefriedigungen zu schaffen, die das Wesentliche aus dem Fokus verdränge.
Die Pharisäer folgten dem Glauben, dass sie durch das Befolgen aller Regeln, die sie selbst aus den zehn Geboten abgeleitet hatten, einen Anspruch auf Gottes Hilfe hätten. Komme nicht manchmal der Gedanke auf, jeden Gottesdienst besucht zu haben, alle Kraft dem Herrn geopfert zu haben, doch zu den „Treuen im Lande“ zu zählen – und wo bist du, Gott, mit deiner Hilfe? „Aus der Segenslinie, die man hier und da aus einer neuapostolischen Familientradition anführe, kannst du nichts ableiten.“
Mein Reich ist nicht von dieser Welt
Der Glaube, der sich an Jesus Christus orientiert, halte fest an seiner Aussage „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“, so der Apostel. Darin liege die Botschaft: „Ich bin nicht zur Lösung der irdischen Probleme gekommen. Der Glaube an mich führt himmelan.“
31. Mai 2025
Text:
Günter Lohsträter
Fotos:
Günter Lohsträter
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