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KiGo in Lünen
Eins, zwei, drei, vier – ich sag es noch einmal: Gott liebt auch mich

 

Dortmund/Lünen. Es geschieht nicht oft, dass Kinder zu einem 125-jährigen Geburtstag eingeladen werden – und dabei die Jubilarin noch quicklebendig ist. In Lünen geschah das am letzten Wochenende des Monats Juni 2025.

Zwei Tage voller Leben mit Musik und Tanz, Instrumentenbau und einem spannenden KiGo standen auf dem Programm am 28. und 29. Juni 2025. Evangelist Stephan Wiese, Vorsteher der Jubiläumsgemeinde Lünen, die in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen feiert, hatte die sechs- bis vierzehnjährigen Kinder des Bezirks Dortmund zu diesem Wochenende nach Lünen eingeladen.

Kinder im Mittelpunkt

Die Idee war, die Lebendigkeit der Gemeinde Lünen mit der Freude und Begeisterungsfähigkeit der Kinder zu verbinden. „Das hat richtig Spaß gemacht“ schreibt Uwe Consten aus Lünen, der den Kinder-Musik-Tag am Samstag miterlebte.

Rhythmik-Pädagogin Dagmar Berg und Liedermacher Dirk Pfau begleiteten die Kinder durch den Musiktag. Sie sangen miteinander bekannte und übten neue Lieder ein – und das schon in Vorbereitung auf den KiGo am folgenden Sonntag. Viel Freude machte auch das Basteln von Klanginstrumenten zur Begleitung der gesungenen Lieder.

Altes Lied im neuen Kleid

Besonderen Schwung brachte das von Dirk Pfau im neuen Melodiekleid gefasste altbekannte Lied „Gott ist die Liebe“. Der bisherige Refrain „Drum sag ich‘s noch einmal, Gott ist die Liebe, Gott ist die Liebe, er liebt auch mich.“ wurde zu „Eins, zwei, drei, vier, ich sag es noch einmal, eins, zwei, drei, vier, ich sag es noch einmal: Gott liebt auch mich.“ Der Einsatz der teils selbst gebastelten Klanghölzer, Rasseln und kleinen Trommeln in skandiertem Rhythmus gab dem Klassiker ein frisches kindgemäßes Kleid.

Einstimmung auf den KiGo

Der KiGo am Sonntag beschäftigte sich mit dem Motto des Jahres 2025 „Es ist Zeit, Gutes zu tun“. Im Foyer der Kirche hatten die Kinder vor dem Gottesdienst die Möglichkeit, Antworten auf die Fragen „Womit oder wobei wurde dir schon einmal geholfen?“ und „Hast du schon jemandem Hilfe geben können – was hast du getan?“ auf bereitgelegte Antwortkarten zu schreiben und an eine Pinnwand anzuheften.

Dagmar Berg probte mit dem Kinderchor noch einmal die am Samstag eingeübten Lieder, wobei sie die bereits versammelte Gemeinde, die zu diesem KiGo eingeladen war, zum Mitsingen ermunterte.

Bettina Kotke und Dirk Nusch, im Bezirk Dortmund für die Kinderseelsorge verantwortlich, lasen noch einige der an der Pinnwand gesammelten Antwortkarten vor und dann begann auch schon um 10.30 Uhr der KiGo, den der Lünener Priester Marco Braun mit den Kindern feierte.

Nimm dir Zeit, Gutes zu tun

Mit dem Lied „Nimm dir Zeit, Gutes zu tun“ eröffneten Kinder und Erwachsene den Gottesdienst. Am Klavier begleitete Uwe Consten, aus dessen Feder das Lied stammt, den Gesang.

Eine kurze szenische Darstellung des Gleichnisses vom barmherzigen Samariter in für Kinder nachvollziehbaren Bildern leitetet den KiGo ein: Ein Mädchen lag verletzt am Straßenrand und bat um Hilfe. Aber alle gingen einfach vorbei, bis endlich jemand kam, der ihm aufhalf und sich um ärztliche Versorgung kümmerte.

Wer? Was? Wann?

Nach dem Beschreiben und Vorlesen der Antwortkarten kurz vor Beginn des KiGos und dem Anschauen dieser Szene war allen längst klar, worum es im Gottesdienst ging: „Es geht um Zeit, Gutes zu tun“, brachte Priester Braun es auf den Punkt. Er konkretisierte das Thema mit drei Fragen: Wer? Was? Wann?

Wer soll es sein, dem wir Gutes tun, Hilfe anbieten und schenken sollten? Die Antwort war klar: Allen, jedem. Und was könnten wir tun, um zu helfen? Das, wozu wir gerade fähig sind, wozu wir Kraft und Mittel haben. Und wann wollen wir Gutes tun? Die einfache Antwort: Jetzt!

Priester Dirk Nusch sprach in seiner Co-Predigt die Kinder an, aber auch Mut zu haben, für sich selbst Hilfe zu holen und Hilfe anzunehmen.

W.W.J.D.

Zur Feier des Heiligen Abendmahls erklang dann das Lied, das schon am Samstag viel Freude ausgelöst hatte: Eins, zwei, drei, vier, ich sag es noch einmal: Gott liebt auch mich.

Als Erinnerung an diesen KiGo erhielten alle Kinder nach dem KiGo ein Armband mit dem Aufdruck W.W.J.D.: What Would Jesus Do. 

7. Juli 2025
Text: Günter Lohsträter
Fotos: Uwe Consten, Günter Lohsträter

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