Scharnhorst. Zahlreiche Versiegelungen sowie eine Ruhesetzung prägten den Gottesdienst, den Apostel Zisowski am Sonntag, dem 15. März 2026 in der Gemeinde Scharnhorst hielt. Eingeladen war die Gemeinde Eving.
Fünf Gläubige empfingen im Verlauf des Gottesdienstes das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Zudem verabschiedete Apostel Zisowski nach mehr als vier Jahrzehnten im kirchlichen Ehrenamt den Scharnhorster Diakon Ralf Tratzka in den Ruhestand.
Gott versorgt die Bedürftigen
In seiner Predigt nahm Apostel Zisowski zunächst Bezug auf das Lied des Chores „Kommet her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid“. Er machte deutlich, dass Gott sich besonders um die Menschen kümmert, denen es nicht gut geht, und sie zur Stärkung einlädt.
Als Beispiel führte er den Propheten Elia an: Während einer großen Dürre wurde dieser durch Gottes Fürsorge versorgt – morgens und abends brachte ihm ein Rabe Nahrung. Dennoch geriet Elia in eine tiefe Niedergeschlagenheit. Erst die Begegnung mit einem Engel, der ihm Brot und Wasser reichte, gab ihm neue Kraft für seinen Weg hin zu Gott.
In diesem Zusammenhang stellte Apostel Zisowski eine zum Nachdenken anregende Frage: „Was ist deine Erwartung an Gott – mehr Rabe oder mehr Engel?“
Die Fußwaschung
Im Mittelpunkt der Predigt stand ein Wort aus dem Johannesevangelium: „Danach goss er Wasser in ein Becken, fing an, den Jüngern die Füße zu waschen und zu trocknen mit dem Schurz, mit dem er umgürtet war (Johannes 13,5).“ Diese Aufgabe sei zur damaligen Zeit üblicherweise Sklaven vorbehalten gewesen. Jesus jedoch unterbrach das gemeinsame Mahl und diente selbst seinen Jüngern.
Am Beispiel des Petrus, der dies zunächst nicht zulassen wollte, machte Apostel Zisowski deutlich, dass nicht menschliche Vorstellungen darüber entscheiden, was zum Heil notwendig ist, sondern allein der Wille Gottes. Er betonte: „Die Mittel, um das Heil zu erlangen, bestimmt der Sohn Gottes selbst.“
Und weiter: „Es sind nicht die Maßstäbe der Menschen, sondern es gilt: Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist.“
Damit verwies er zugleich auf die Spendung des Sakraments der Heiligen Versiegelung im Gottesdienst.
Die Wirkung des Heiligen Geistes
In der Ansprache zur Sakramentsspendung ging der Apostel auf das Wirken des Heiligen Geistes ein. Jesus Christus habe bereits zu Lebzeiten darauf hingewiesen, dass nach ihm Großes geschehen werde – gemeint sei damit die Sendung des Heiligen Geistes. Dieser nehme dauerhaft Wohnung in der Seele des Menschen und werde Teil der unsterblichen Seele.
Abschließend erinnerte Apostel Zisowski erneut an Elia, der Gott nicht im Sturm, im Feuer oder im Erdbeben begegnete, sondern in einem sanften Säuseln. Auch heute sei Gott oft leise, aber dennoch gegenwärtig. Diese Gewissheit sollten besonders Eltern in die Herzen ihrer Kinder legen – gerade auch derer, die in diesem Gottesdienst die Gabe des Heiligen Geistes empfingen.
Ein Mann der Tat
Ein weiterer besonderer Moment war die Ruhesetzung von Diakon Ralf Tratzka (67), der nach 46 Jahren im Amt verabschiedet wurde. Apostel Zisowski würdigte ihn mit den Worten:
„Du warst ein Mann der vielen Taten.“
Diakon Tratzka engagierte sich insbesondere in der Kinder- und Jugendseelsorge und unterstützte darüber hinaus bei Bedarf auch die Gemeinde Lünen-Gahmen.
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