Dortmund-Marten.Auf vierzig Ehejahre können Heike und Harald Zeuch zurückblicken. Am Donnerstag, 26. Mai 2022, spendete ihnen Evangelist Jörg von Oppenkowski, der Martener Gemeindevorsteher, im Rahmen des Gottesdienstes zu Himmelfahrt den Segen zur Rubinhochzeit.
Der Lied „Ich singe dir mit Herz und Mund“, vorgetragen durch ein Gesangsquartett und begleitet an Klavier und Orgel, leitete die Segenshandlung ein. Grundlage für seine Ansprache an die Jubilare waren zwei Verse aus dem 40. Psalm: „Ich harrte des Herrn, und er neigte sich zu mir und hörte mein Schreien“ (Vers 2). „Du aber, Herr, wollest deine Barmherzigkeit nicht von mir wenden; lass deine Güte und Treue allewege mich behüten“ (Vers 12).
Rückblick: Gottes Begleitung
„In vierzig Jahren ist viel passiert, sowohl mit euch als auch mit Kirche“, wandte sich Evangelist von Oppenkowski an das Rubinhochzeitspaar. „Vor vierzig Jahren habt ihr „Ja“ gesagt, obwohl ihr nicht wissen konntet, wie die nächsten Jahrzehnte werden. Für euer „Ja“ habt ihr zugleich den Segen Gottes erbeten.“
Vierzig Jahre Ehe gelängen nur, wenn man sich liebe, so Evangelist von Oppenkowski weiter. „Aus Liebe zueinander habt ihr eine Familie gegründet. Aus Liebe zu Gott habt ihr vierzig Jahre lang in der Kirche und der Gemeinde mitgearbeitet und tut dies auch weiterhin. Ihr habt euch zu Gott und Gott hat sich zu euch bekannt.“
In den zurückliegenden vier Jahrzehnten habe es sowohl tolle Tage gegeben, in denen man Gott gelobt habe und ebenso Tage, in denen die Stimmung gedrückt gewesen sei und man nicht gewusst habe, wie es weitergehen würde. „Beides habt ihr erlebt und Gott hat euch begleitet.“
So sei der zweite Vers des Psalms im Licht der bisherigen göttlichen Begleitung zu verstehen.
Ausblick: Güte und Treue allewege
„Begleitung Gottes ist Güte. Ich wünsche euch, dass ihr spürt, dass Gott euch weiterhin begleitet. Das Wort Gottes, das ihr in den Gottesdiensten hört, ist Güte. Güte kann sich auch darin zeigen, dass Gott auch einmal über euch nachdenkt und dann das für euch Richtige schenkt." Treue bedeute, dass Gott sich zu den Eheleuten bekenne, indem er sage: „Das sind meine Kinder.“
Kein Mensch wisse, welche Wege noch auf ihn zukommen. „Ich wünsche euch, dass Gott euch auch zukünftig „allewege“ behüten möge!“
Himmelfahrt
Grundlage für die Predigt in diesem Gottesdienst zu Himmelfahrt war das Bibelwort aus 1. Petrus 3,22: „Welcher ist zur Rechten Gottes, aufgefahren gen Himmel, und es sind ihm untertan die Engel und die Gewalten und die Mächte.“
Zudem gab es eine Bibellesung aus Markus 16,14-19.
Die biblisch überlieferten Geschehnisse zu Himmelfahrt könnten für den erwachsenen, rationalen Menschen einer Provokation gleichkommen, so Evangelist von Oppenkowski. Jedoch werde durch die Himmelfahrt die Göttlichkeit Jesu Christi bestätigt, so eine Botschaft dieses christlichen Hochfests.
Das Wort „Provokation“ stamme vom lateinischen „provocare“ und bedeute soviel wie „hervorrufen“, griff Priester Björn Hillebrand in einem Predigtbeitrag diesen Gedanken aus der Hauptpredigt auf. Im besten Fall könne das Geschehen zu Himmelfahrt ein Mehr an Glauben im Menschen hervorrufen.
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