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"... es ist der Mühe wert!"
Gelebte Ökumene auf Phoenix West

 

Dortmund-Hörde. Zu einem ökumenischen Gottesdienst hatten die christlichen Gemeinden in Hörde am Sonntag, 17. März 2024, eingeladen. Das Motto: "... es ist der Mühe wert!"

Etwa 100 Gläubige aus den vier christlichen Gemeinden der Evangelischen, Evangelisch-methodistischen, Katholischen und Neuapostolischen Kirche in Dortmund-Hörde feierten einen ökumenischen Gottesdienst im Angesicht des längst stillgelegten Hochofens 5 auf dem Gelände von Phoenix West.

Platz vor der Phoenix-Halle

Aus kurzfristig verwaltungsrelevanten Gründen konnte der ursprünglich für den Gottesdienst geplante Ort, nämlich im seit 2001 stillgelegten Hochofen, nicht stattfinden. So war die Gruppe auf dem großen Platz vor der ehemaligen Gebläsehalle, der jetzigen Phoenix-Halle, mit Blick auf den Hochofen zusammengekommen.

Nach einem etwas verkürzten Gottesdienst hatte sich Dominik Alpers, der Hörder Gemeindevorsteher, mit einigen seiner Glaubensgeschwister dorthin auf den Weg gemacht. Phoenix West ist nur wenige Fußwegminuten von der Kirche der neuapostolischen Gemeinde am Ort entfernt.

Glück auf ...

Nach der Begrüßung der vier Gemeindevertreter, neben Priester Alpers waren das Thomas Müller, Prädikant der Evangelischen Kirchengemeinde Hörde, Sven Laube, Gemeindereferent der Katholischen Kirche am Phoenixsee, Pfarrei St. Clara, und Dr. Gero Waßweiler, Pastor der Evangelisch-methodistischen Gemeinde in Dortmund-Hörde, eröffnete Dominik Alpers den Gottesdienst.

Er wies in seiner kurzen Ansprache auf das angesichts der Örtlichkeiten für den ersten gemeinsamen Gesang ausgewählte  Steigerlied auf die Textstelle hin, dass der Steiger sein helles Licht bei der Nacht schon angezündet hätte. Dabei wünschte er allen versammelten Christinnen und Christen, ihr Licht des Bekenntnisses in die oft dunkle Welt hineinstrahlen zu lassen.

"... der Mühe wert!"

Pastor Waßweiler griff in seinen Worten das Motto "... der Mühe wert!" auf. Es sei schon der Mühe wert gewesen, sich an diesem Sonntag auf den Weg hierher gemacht zu haben. Er erwähnte auch die Mühe, die sich vor Zeiten Bergleute und Stahlarbeiter an diesen Industrieorten gemacht hätten, ohne die auch das Wohlergehen der heutigen Generation nicht möglich geworden wäre.

"Alles zu seiner Zeit", resümierte er seine Gedanken. Ihre Mühe sei nicht vergeblich gewesen: Dem Vergangenen konnte Neues folgen, und weiter: "Wir können auf Gott vertrauen."

Alles hat seine Zeit

Sven Laube leitete in seinen Worten unter der Überschrift "Unsere Wirklichkeit im Licht der Bibel" hin auf den folgenden Vortrag, in welchem Thomas Müller und Rita Heinzmann im Wechsel eine Sprachcollage vortrugen, die Worte von Burkhard Naumann, einem Stahlarbeiter von Phoenix West, kurz nach der Schließung des Werks und aus dem Prediger 3, 1-12 gegenüberstellten. (Aus dem Youtube "Der Schmerz der Stille" von Michael Preis, Filmklub Dortmund e.V.)

"Auch in einem Abschied von Altem könne der Zauber von Neuem liegen. Es ist der Mühe wert", bewertete Sven Laube diesen eindrucksstarken Vortrag.

Heike Regener von meineHeimat.ruhr, die nach dem Gottesdienst noch mit einer kleineren Gruppe verschiedene Ansichten des Hochofens ansteuerte, legte in ihrem Statement Wert darauf, dass der Hochofen 5 als Industriedenkmal erhalten geblieben sei. Er deute stets darauf hin, dass aus der Mühe der Arbeit an diesem Standort auch die Kraft erwachsen sei, neue Lebensgrundlagen für die Menschen entstehen zu lassen.

Mit dem Gesang von "Großer Gott, wir loben dich", von Pastor Waßweiler vorgetragenen Fürbitten und dem gemeinsam gesprochenen Vaterunser beendete Priester Alpers den Gottesdienst mit den aaronitischen Segen.

Fortsetzung 2025

Jeweils am fünften Sonntag der vorösterlichen Fastenzeit, dem Sonntag vor Palmsonntag, laden die christlichen Gemeinden in Hörde zu einem ökumenischen Gottesdienst ein. Menschen sind willkommen, mitten in der Vorbereitung auf die Osterzeit ein wenig Abstand zu gewinnen von hektischer Betriebsamkeit des Alltags. Nach gewachsenem Miteinander und Kennenlernen zählte in diesem Jahr auch die neuapostolische Gemeinde am Ort zu den einladenden Gemeinden. Für das Jahr 2025 ist bereist der Termin für diesen gemeinsamen Gottesdienst gesetzt: Der fünfte Fastensonntag ist der 6. April 2025.

5. April 2024
Text: Günter Lohsträter
Fotos: Günter Lohsträter

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  • Collage: Der Schmerz der Stille
Youtube-Link https://www.youtube.com/watch?v=Kg-J7c5XAsw
Thomas Müller, Prädikant der Evangelischen Kirchengemeinde Hörde, Sven Laube, Gemeindereferent der Katholischen Kirche am Phoenixsee, Pfarrei St. Clara, Priester Dominik Alpers, Vorsteher der Gemeinde Hörde der Neuapostolischen Kirche und Dr. Gero Waßweiler, Pastor der Evangelisch-methodistischen Gemeinde in Dortmund-Hörde (v.l.n.r.)
Thomas Müller und Rita Heinzmann
Heike Regener von meineHeimat.ruhr
 

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Von links nach rechts: Die Pfarrer Anselm Stiehl (Baptisten), Robert Geßmann (Alt-Katholische Kirche), Carsten  Voß (Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche), Stefan Tausch (Katholische Kirche), Ständig Stellvertretender Superintendent Michael Stache (Evangelische Kirche), Archimandrit Dr. Filótheos Maroúdas (Griechisch-Orthodoxe Kirche), Pfarrer Dr. Ispas Ruja (Rumänisch-Orthodoxe Kirche), Bürgermeister Norbert Schilff, Günter Lohsträter (Neuapostolische Kirche) und Pfarrer Dr. Gero Waßweiler (Evangelisch-methodistische Kirche)

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