Dortmund-Marten. Gottesdienst mit Apostel Thorsten Zisowski – so stand es im Terminkalender der Gemeinde Marten für Mittwoch, den 6. August 2025. Zur Freude aller überraschte Bezirksapostel Stefan Pöschel die versammelten Gläubigen mit seinem Besuch.
Seine bevorstehende Reise in den Senegal (Westafrika) starte erst am morgigen Donnerstag. So habe sich ein Zeitfenster geöffnet, das ihm ermögliche, am Abend noch einen Gottesdienst zu halten, erläuterte Bezirksapostel Pöschel den Grund des Besuchs in Marten. „Und von der Verwaltung hierher sind es ja nur 15 Minuten Autofahrt“, fügte er schmunzelnd hinzu.
Die bittende Witwe
Der Gottesdienst vertiefte die Aufforderung, unablässig das Gebet zu pflegen und darin nicht müde zu werden. Als Bibelwort dazu diente das Gleichnis Jesu von der bittenden Witwe: „Sollte Gott nicht auch Recht schaffen seinen Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er bei ihnen lange warten? (Lukas 18,7)“.
In der Lesung in diesem Gottesdienst – in den monatlichen Gottesdiensten zur Bibelkunde, wie an diesem Mittwochabend, sieht die Liturgie eine Lesung vor – las die Martener Diakonin Heike Zeuch aus dem 18. Kapitel des Evangeliums nach Lukas die Verse 1 bis 8 vor, die in der Bibelübersetzung von Martin Luther mit „Der Richter und die Witwe“ überschreiben sind.
Dieser Abschnitt beginnt mit „Er sagte ihnen aber ein Gleichnis davon, dass man allezeit beten und nicht nachlassen sollte (Vers 1)“ und endet mit der bangen Frage des Gottessohnes „Doch wenn der Menschensohn kommen wird, wird er dann Glauben finden auf Erden? (aus Vers 8)“.
Festhalten am Gebet
Genau deshalb, nämlich den Glauben an die Wiederkunft Christi zu bewahren, sei es unabdingbar, am Gebet festzuhalten, ermutigte der Bezirksapostel die Gläubigen in diesem Gottesdienst.
Zwei Protagonisten spielten in diesem Gleichnis Jesu ein Rolle, so erläuterte Bezirksapostel Pöschel. Zunächst wird der Richter beschrieben als ein unbarmherziger Mensch, ohne Gottesfurcht und respektlos gegenüber seinen Mitmenschen. Ihm gegenüber steht eine Witwe, zur Zeit Jesu eine mittellose und Frau ohne jedwedes Recht, aber in diesem Gleichnis mit dem festen Glauben an Gerechtigkeit. Und sie hatte Mut, sich diesem Richter zu stellen und mit ihrer Bitte nicht nachzulassen. „Sie hätte sich ja auch an die Klagemauer stellen könne,“ bemerkte der Bezirksapostel, „aber nein, sie blieb unerbittlich.“
Durch Beharrlichkeit zum Ziel
Wichtig war dem Bezirksapostel, festzustellen, dass sich der Entschluss des Richters, der Witwe endlich doch Recht zu schaffen, nicht auf einer Sinneswandlung des ungerechten Richters beruht habe. „Der blieb so wie er war, herzlos und ohne Gottesfurcht und Respekt vor seinem Nächsten.“ Allein die Beharrlichkeit der bittenden Witwe habe zu dem Erfolg geführt.
„Und wenn schon dieser ungerechte Richter dem inständigen Bitten der Witwe nicht widerstehen konnte, wieviel mehr wird nicht Gott, euer Vater im Himmel, euer Bitten erhören?“, ermunterte dieses Gleichnis, sich mit seinen Bitten an den barmherzigen und gnädigen Gott zu wenden und den Glauben an die Erfüllung seiner Verheißung, der Wiederkunft Christ festzuhalten.
Schließlich gab der Bezirksapostel der versammelten Gemeinde noch den Hinweis, sich nicht erst an Gott als letzten Ausweg zu wenden, sondern von Beginn an. „Wir rufen Jesus zu: Ja, du sollst Glauben bei uns finden, wir warten auf dein Wiederkommen.“
26. August 2025
Text:
Roland Ermisch,
Günter Lohsträter
Fotos:
Günter Lohsträter
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