Dortmund-Marten. Am 11. April 2026 feierten Anna Pöschel und Matthias Bröcher ihre kirchliche grüne Hochzeit. Eine große Festgemeinde aus Familie, Freunden und Gemeindemitgliedern versammelte sich, um gemeinsam mit dem Brautpaar diesen besonderen Tag zu begehen.
Evangelist Jörg von Oppenkowski, Bezirksvorsteher in Dortmund und früherer Gemeindevorsteher in Marten, spendete dem Brautpaar den erbetenen Trausegen. Musikalisch wurde der Gottesdienst von Klavier, Orgel und einem siebenköpfigen Frauenchor umrahmt.
Die Liebe als entscheidende Größe
Der klassische Einzug der Braut am Arm ihres Vaters wurde von einer Klavierversion des Liedes „Can’t Help Falling in Love“ begleitet – ein populäres Liebeslied, das den Kerngedanken des Gottesdienstes stimmungsvoll aufgriff.
Dem Traugottesdienst lag ein Bibelwort aus dem paulinischen Hohelied der Liebe zugrunde: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen (1. Korinther. 13,13."
Die Ehe ist mehr als der Hochzeitstag
„Heute scheint alles beinahe perfekt – das Wetter, der Anlass und die gut organisierte Feier“, sagte der Evangelist. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass die Ehe nicht am Hochzeitstag beginne, sondern am Montag, „wenn der Wecker klingelt“ und der Alltag seinen Platz einnehme.
„Was hat denn nun dieses Bibelwort mit eurem Alltag zu tun?“
Glaube, Hoffnung, Liebe
Im Alltag bedeute Glaube unter anderem, darauf zu vertrauen, dass man zusammengehört. Dazu komme der Glaube an Gott, dessen Segen die beiden bewusst erbeten hätten. Hoffnung heiße, gemeinsam nach vorn zu blicken und den gemeinsamen Lebensweg als Lernprozess zu verstehen.
Die Liebe hingegen zeige sich vor allem im Alltag, an den normalen Tagen: „Liebe ist nicht immer so spektakulär, wie am heutigen Tag – sie zeigt sich vor allem im täglichen Miteinander, nicht nur in den außergewöhnlichen Situationen.“
Ihr wisst, was ihr aneinander habt
„Gott wird stets an eurer Seite bleiben. Die Liebe ist die größte, aber vergesst auch glauben und hoffen nicht; gemeinsam zu wachsen und nach vorne zu schauen. Ihr wisst, was ihr aneinander habt, denn Ihr seid nicht erst seit gestern ein Paar.“
Für ihren weiteren Weg wünschte der Bezirksvorsteher ihnen zudem Geduld, Gelassenheit und Humor.
Lobe den Herren
Nach dem Treueversprechen und dem Trausegen stimmte die Festgemeinde zum Abschluss des Gottesdienstes das Lied „Lobe den Herren, den mächtigen König'“ an.
Nach einem Sektempfang wurde das Brautpaar am Haupteingang der Kirche von einem jubelnden Spalier empfangen.
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