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Petra Baginski, Günter Lohsträter, Mirjam Gödeke, Maria Mustert, Dr. Elisabeth Breithaupt und  Achim Varlemann (v.l.)

Katholisch und neuapostolisch:
Christen im Gespräch

 

Dortmund. Dreißig interessierte Mitglieder katholischer und neuapostolischer Gemeinden in Hörde und Umgebung haben sich in einem moderierten Podiumsgespräch gegenseitig Fragen gestellt und Antworten erhalten.

Die Anregung zu einer Begegnung von Mitgliedern der katholischen und neuapostolischen Kirchengemeinden in der Nachbarschaft ging von katholischer Seite aus. Nach drei vorbereitenden Gesprächsrunden fand die gemeinsame Veranstaltung am Dienstagabend, 7. Februar 2023, im Gemeindesaal der Katholischen Kirchengemeinde St. Benno in Benninghofen statt.

Die Initiatorin, Mirjam Gödeke, ist als Pastoralassistentin Mitglied im Pastoralteam der Pfarrei St. Clara in Dortmund-Hörde, zu der die Kirchengemeinde St. Benno in Dortmund-Benninghofen zählt.

Gute Nachbarn in Benninghofen

Die beiden Gotteshäuser der neuapostolischen und der katholischen Gemeinden befinden sich genau gegenüber an der Benninghofer Straße. Gutnachbarliche Beziehungen bestehen seit einigen Jahren. Doch was katholische und neuapostolische Christen glauben, sollte näher erörtert werden. Man wisse zu wenig von den Neuapostolischen, so Mirjam Gödeke.

Neben Mirjam Gödeke standen Dr. Elisabeth Breithaupt vom Vorstand des Pfarrgemeinderats, Petra Baginski aus der neuapostolischen Gemeinde in Benninghofen, Achim Varlemann, der dortige Gemeindevorsteher und Günter Lohsträter als Öffentlichkeitsbeauftragter der Neuapostolischen Kirche in Dortmund an den Stehtischen. Maria Mustert, Leiterin der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung An der Ruhr (kefb An der Ruhr) moderierte das Gespräch.

Voneinander und aneinander lernen

"Wer sind die „unbekannten Geschwister“ und was glauben sie? Welche Themen bewegen ihre Kirchen? Wie ist das jeweilige Kirchenbild, das Gemeindeverständnis?", lauteten die Fragen der Moderatorin zur Eröffnung der Veranstaltung. Es gehe darum, voneinader und aneinader zu lernen, so wie es das einladende Plakat zu diesem Gesprächsabend genannt habe.

Fragen von A bis Z

Ein engagiertes Publikum fragte nach den Anfängen der Neuapostolischen Kirche, wer ihre Gottesdienste durchführe, wie sie sich finanziere und welche Ziele sie verfolge.

Einige Teilnehmer überraschte, dass die ehrenamtlich tätigen Amtsträger der Neuapostolischen Kirche - vielfach als Laienprediger wahrgenommen - auch ordinierte und geweihte Geistliche seien. Vorzüge von ehrenamtlich tätigen Seelsorgern wurden Vorzügen eines hauptberuflichen Seelsorgers gegenübergestellt.

Die freie Predigt

Was es denn heiße, wenn in der Neuapostolischen Kirche die freie Predigt üblich sei, schien von Interesse zu sein. Die Antwort: Freie Predigt bedeute nicht, dass jeder Prediger in den Gottesdiensten nach eigenem Gutdünken biblische Inhalte und Auslegungen vortrage. Es gebe verbindliche Anleitungen in einem monatlich erscheinenden Zirkular, die eine inhaltliche Ausrichtung für die Gottesdienste anbieten. Die in der Auseinandersetzung mit diesen Texten verinnerlichten Gedanken würden dann in der Predigt frei vorgetragen.

Weitere Fragen aus dem Publikum betrafen die Angebote der Kirchen für Kinder und Jugendliche und die Liturgie in den Gottesdiensten.

Welches Ziel hat Kirche?

Schließlich kam noch ein neuapostolischer Aspekt in die Diskussion: Ist Kirche insgesamt mit Themen wie Frieden, Schöpfungsverantwortung, karitative und diakonische Bemühungen, soziale Gerechtigkeit, Bekämpfung von Rassismus und Ausgrenzung jedweder Art schon ausgelastet, oder kommt gelegentlich die Vorbereitung der Gläubigen auf die Wiederkunft Christi zu kurz?

Unterschiedliche Aspekte zu diesem Thema blitzten kurz auf, konnten aber der begrenzten Zeit wegen nicht gründlich erörtert werden.

Es bleibt noch viel zu lernen

Das Resümee einer Teilnehmerin: "Ein gelungener Auftakt, dem sollten weitere Veranstaltungen folgen."

Neunzig Minuten Zeit reichten nicht aus, um die Themenfelder "Firmung, Konfirmation, Heilige Versiegelung", "Beichte, Buße, Proklamation von Sündervergebung" oder die Frage nach der Ausgestaltung der Feier der Eucharistie beziehungsweise des Heiligen Abendmahls zu besprechen.

Achim Varlemann regte an, diesem ersten Gespräch weitere folgen zu lassen. Als nächsten Gastgeber bot er die Kirche der neuapostolischen Gemeinde in Benninghofen an.

Petra Baginski, Günter Lohsträter, Mirjam Gödeke, Maria Mustert, Dr. Elisabeth Breithaupt und Achim Varlemann (v.l.)

16. Februar 2023
Text: Günter Lohsträter
Fotos: Günter Lohsträter, Jörg Töpfer

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  • Plakat Interkonfessionelles Podiumsgespräch St Benno
 

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