Dortmund-Hörde. In einem festlichen Gottesdienst am 21. Juni 2026 empfing die kleine Salome in der neuapostolischen Gemeinde Dortmund-Hörde die Heilige Wassertaufe. Bischof Jens Eberle hielt den Gottesdienst, der ganz im Zeichen der Liebe Gottes zu den Kindern und des Beginns eines Lebenswegs im Glauben stand.
Familie, Freunde und die Gemeinde begleiteten die Eltern und ihre Tochter an diesem besonderen Tag und verliehen dem Gottesdienst einen festlichen Rahmen.
Name mit einer Botschaft
Zu Beginn der Predigt stellte der Bischof den Namen des Täuflings in den Mittelpunkt. „Salome“ bedeutet Frieden. Damit verband er den Wunsch, dass die kleine Salome zu einer Friedensbringerin heranwächst, Gottes Frieden in ihrem Leben erfährt und ihn an andere weitergibt.
Lasst die Kindlein zu mir kommen
Ein weiterer Schwerpunkt der Predigt galt der Bedeutung der Kindertaufe. Bischof Eberle erinnerte an die Worte Jesu: „Lasst die Kindlein zu mir kommen.“ Die Taufe sei Ausdruck der Zuwendung Gottes zum Menschen und nicht an ein bestimmtes Lebensalter gebunden.
Auch die Heilige Schrift berichte davon, dass ganze Familien die Taufe empfingen. Als Beispiel nannte der Bischof den Gefängniswärter von Philippi, den der Apostel Paulus gemeinsam mit seiner Familie taufte.
Die Taufe als Geschenk Gottes
Zugleich hob Bischof Eberle die besondere Verantwortung der Eltern hervor. Da Salome ihren Glauben noch nicht selbst bekennen könne, legten ihre Eltern das Taufversprechen stellvertretend für sie ab. Damit übernähmen sie auch die Aufgabe, ihr Kind im christlichen Glauben zu begleiten, mit dem Evangelium vertraut zu machen und christliche Werte vorzuleben.
Die Taufe, so Bischof Eberle weiter, sei kein Abschluss, sondern der Beginn eines Weges. Sie bilde die erste grundlegende sakramentale Begegnung Gottes mit dem Menschen. Christsein entwickle sich ein Leben lang. Mit der Heiligen Wassertaufe lege Gott einen Grundstein, auf dem der Glaube wachsen und sich entfalten könne.
Bilder für das Christsein
Diesen Gedanken griff der Bischof mit dem Bild eines „Kleiderwechsels“ auf. Mit Bezug auf die Worte des Apostels Paulus „Zieht nun an herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut und Geduld“ machte er deutlich, dass Christinnen und Christen ihr Leben immer stärker am Vorbild Jesu ausrichten sollen.
In der Co-Predigt lenkte Priester Dominik Alpers den Blick auf die Symbolik vieler Taufkarten. Häufig erscheint dort die Arche Noah als Sinnbild für Rettung und Geborgenheit. Wie die Arche Menschen durch die Fluten trug, verweist sie auf Gottes Schutz und Bewahrung, die auch mit der Taufe verbunden sind.
Kinder gestalten die Taufe mit
Besonders eindrucksvoll gestalteten die Kinder der Sonntagsschule die Taufhandlung mit. Sie brachten kleine Becher mit Wasser vor den Altar und füllten gemeinsam die dort bereitstehende Taufschale. Anschließend lud der Bischof die Kinder ein, auf dem Altarpodest Platz zu nehmen, damit sie die Taufe aus nächster Nähe miterleben konnten.
Ein kleiner Chor leitete die Taufhandlung mit dem Lied „Shalom“ ein. Das Lied griff den Vornamen des Täuflings auf und brachte die Wünsche nach Frieden, Hoffnung und Gottes Segen musikalisch zum Ausdruck.
Unter Gottes Segen
In seiner Ansprache verglich Bischof Jens Eberle die kleine Salome mit einem Senfkorn: zunächst unscheinbar, bei guter Pflege jedoch zu einer kräftigen Pflanze heranwachsend. So wünschte er ihr, dass sie ihren Platz in der bunten „Gemeindewiese“ der Gemeinde Dortmund-Hörde finde und sich in der Gemeinschaft der Gläubigen entfalten könne.
Anschließend legten Salomes Eltern stellvertretend für ihre Tochter das Taufversprechen ab. Danach weihte der Bischof das Wasser zum Sakrament der Heiligen Wassertaufe im Namen des dreieinigen Gottes. Schließlich spendete er Salome die Heilige Wassertaufe und segnete sie durch Handauflegung.
Mit zahlreichen Segenswünschen brachte die Gemeinde ihre Freude über die Taufe von Salome zum Ausdruck und sicherte ihr und ihrer Familie Begleitung auf dem weiteren Glaubensweg zu.
25. Juni 2026
Text:
Günter Lohsträter
Fotos:
Günter Lohsträter
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