Dortmund/Lünen. Ein letztes Mal vor seinem Ruhestand hielt Bezirksapostel Rainer Storck einen Gottesdienst im Kirchenbezirk Dortmund. „Mache es ganz“ und „Gib nicht auf“ waren Schwerpunkte im Gottesdienst.
Am Mittwoch, dem 31. Januar 2024 besuchte Bezirksapostel Rainer Storck die Gemeinde Lünen. Per IPTV wurde der Gottesdienst in alle Empfangsgemeinden im Bezirk Dortmund übertragen.
„Onkel Fritz“
Der Bezirksapostel berichtete, dass er sich vor einem Besuch einer Gemeinde, eines Bezirks, stets Gedanken mache, mit welchem Impuls er einen Gottesdienst beginnen solle. Am Vorabend sei er an einen Priester erinnert worden, der ihn in seinen jungen Jahren als Unterdiakon in seiner Heimatgemeinde an die Hand genommen hätte. „Priester Friedrich Karl Meyer, Onkel Fritz, wie wir ihn nannten.“ Er könne sich gar nicht erinnern, dass dieser Mann jemals kein Priester gewesen sei, fügte er schmunzelnd an.
Ein intensives Gespräch mit diesem Priester sei ihm wieder präsent geworden, so der Bezirksapostel. Er habe ihm damals geraten: Wenn du zuhause bist, dann sei es ganz. Wenn du bei deiner Arbeit bist, dann mache es ganz! Wenn du in der Kirche tätig bist: Mache es ganz! Und wenn du im Gottesdienst bist, dann sei ganz dabei, lasse dich nicht ablenken.
Ganz bei der Sache sein
Apostel Pöschel nahm in seiner Co-Predigt Bezug auf diesen Gedanken und sprach von der heutzutage oft geforderten Gabe das Multitasking. Da habe er doch in den letzten Tagen beobachtet, wie ein junger Mann in der einen Hand sein Handy hatte und telefonierte, gleichzeitig in der anderen Hand sein Baguette hielt und aß und dabei fast die Straßenbahn übersehen hätte, die auf ihn zukam.
„Du musst ganz bei der Sache sein“, wenn es um deinen Glauben geht. „Setze doch deinen ganzen Willen ein“, so sein Appell an alle in der Gemeinde Versammelten.
In Gottes Händen sein
Zur Predigt in dem Gottesdienst verwendete der Bezirksapostel ein Wort aus dem 31. Psalm: „In deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst, Herr du treuer Gott (Psalm 31.6):“
Der 31. Psalm beschreibe die vielfältigen Befindlichkeiten Davids. „Er war ein brillanter Feldherr; ein guter Stratege, ein begnadeter Musiker und Dichter, auch ein weiser König“, beschrieb der Bezirksapostel die Begabungen des David. Er sei aber auch ein sündiger Mensch, ein von Niederlagen und eigenen Verfehlungen geplagter Mann gewesen. All das komme in diesem Psalm zur Sprache und ein Zwischenergebnis bringe der sechste Vers zum Ausdruck: David befahl seinen Geist in die Hände Gottes.
Auch Jesus und später Stephanus haben in Bedrängnissen genau diese Worte gefunden und sich Gottes Walten hingegeben, so der Bezirksapostel. Den Geist in Gottes Hände zu befehlen, bedeute konkret, das Leben, das ganze Sein Gott anzuvertrauen.
Töpfer - Ton
„Gott will aus unserem Leben etwas machen“, so wie der Töpfer aus dem Ton etwas gestalten wolle. „Was und wie Gott es will, müssen wir ihm überlassen.“
Es lohne sich, die ganze Hoffnung auf Gott zu setzen und ihm vollends zu vertrauen und es wie Paulus zu halten: „… und ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu (Philipper 1.6).“
„Gib nicht auf“, machte Bezirksapostel Storck den Gläubigen Mut.
Amazing grace
Bei der Vorbereitung auf die Verkündigung der Sündenvergebung und die Feier des Heiligen Abendmahls nahm der Bezirksapostel Bezug auf den Vortrag des Gesangsquintetts des bekannten Lieds „Amazing grace“. Die erstaunliche Gnade Gottes solle nicht nur jenen gelten, denen sie jetzt zugesprochen würde, sondern Anlass sein, auch dem Nächsten gegenüber gnädig und vergebungsbereit zu sein.
Neben dem Gesangsquintett gestalteten der Lünener gemischte Chor, der Männerchor sowie Vorträge von Querflöte und Oboe zu Orgel und Klavier den Gottesdienst mit.
14. Februar 2024
Text:
Günter Lohsträter
Fotos:
Günter Lohsträter
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