Dortmund. Am 21. Juli 2024 verstarb Hirte i.R. Rolf Borgmann im Alter von 91 Jahren. Familie, Freunde und Wegbegleiter waren am 1. August in der Gemeinde Schwerte zusammengekommen, um ihm die letzte Ehre zu erweisen.
Evangelist Jens Eberle führte diese dem Gedenken des Verstorbenen gewidmete Feier durch und legte ihr das Bibelwort aus Johannes 13,12 zugrunde: „Als er nun ihre Füße gewaschen hatte, nahm er seine Kleider und setzte sich wieder nieder und sprach zu ihnen „Wisst ihr, was ich euch getan habe?“
Dankfeier statt Trauerfeier
„Dieser Mann hat Segensspuren hinterlassen“, fasste Evangelist Eberle kurz und prägnant das Wirken und Wesen von Rolf Borgmann zusammen – genauso, wie es in dem vorgelesenen Bibelwort beschrieben sei.
Schon im Vorgespräch hätte die Familie des Verstorbenen gewünscht, es solle keine Trauerfeier werden, sondern eine Dankesfeier. Dem Wunsch kam Evangelist Eberle nach und stimmte, auch aus eigener Erfahrung, in den Dank der Familie ein: Rolf Borgmann habe in vielen intensiven Gesprächen und mit weisen Ratschlägen über die Lebensführung sowohl in der Familie als auch in der Kirche segensreich gewirkt.
Er hat Frieden verkündet
Als Rolf Borgmann 1951 als Unterdiakon ordiniert wurde, war er gerade 18 Jahre alt. Er habe damals schon die frohe Botschaft verbreitet und Frieden verkündet. Durch Schwierigkeiten im Leben, Rückschläge, Anfechtungen und Enttäuschungen habe er sich aber nicht abbringen lassen. Dabei habe er Segen Gottes erfahren.
Priesterliche Nähe und königliche Distanz
Bezeichnend für den Charakter des Hirten sei die Maxime gewesen, in „priesterlicher Nähe und in königlicher Distanz“ seinen Dienst an den Menschen zu versehen. Evangelist Eberle formulierte das so: „Rolf Borgmann hat mit einem priesterlichen Herzen Tag und Nacht gedient, aber von manchen Dingen, die nicht zu seinem Glauben gehörten, hat er nichts wissen wollen.“ Diese Haltung habe sich durch sein ganzen Leben, im Beruf, in der Kirche und auch in der Familie gezeigt.
38 Jahre als Vorsteher
1999 wurde Hirte Borgmann nach 48 Amtsjahren vom damaligen Apostel Klaus-Dieter König in den Ruhestand versetzt. Seit 1956 diente er in Dortmund-Aplerbeck als Priester, fünf Jahre später übernahm er als 28-Jähriger die Gemeindeleitung in Dortmund-Schüren für 16 Jahre.
Ab 1977 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1999 war er als Vorsteher in Dortmund-Asseln tätig. Zwischenzeitlich hatte er auch die Leitung der Gemeinde Dortmund-Aplerbeck-Nord von 1990 bis 1992 inne. Während seiner Asselner Zeit wurde er 1982 als Evangelist und 1989 als Hirte ordiniert.
Nach seinem Ruhestand zählte er zu seiner damaligen Wohnsitzgemeinde Dortmund-Lichtendorf und ab 2010 mit der Fusion von Lichtendorf mit Schwerte war er Mitglied der Gemeinde Schwerte. Hier empfing er auch mit seiner Frau Waltraud im November 2021 den Segen zu ihrer eisernen Hochzeit (wir berichteten).
Nachruf aus eigener Feder
Als Nachruf auf das Leben des Verstorbenen zitierte Evangelist Eberle aus einem Schreiben, das er von Rolf Borgmann noch vor seinem Tod empfangen hatte: „Ich habe mich bemüht, im Beruf als Vorgesetzter zu den Mitarbeitern Nächstenliebe und Wertschätzung an den Tag zu legen. Mein ganzes Leben stand unter göttlicher Fürsorge und dem Liebes- und Gnadenwirken von Jesus Christus. Die Aufgaben in der Kirche habe ich in Demut, in der liebe zu Gott, in geschwisterlicher Liebe, in brüderlichem Einssein und im Aufschauen zu den jeweiligen Vorangängern zu bewältigen versucht. Gnade und Güte Gottes haben mich durch mein Leben geführt und bewahrt.“
Priester Achim Varlemann, der einige Jahre in Asseln zur Zeit von Rolf Borgmann seinen Dienst versah, erinnerte sich in seiner Co-Predigt an die bescheidene und freundlich zugewandte Art seines Vorstehers. „Ein Vorbild, das mir heute noch hilft, meinen Auftrag zu erfüllen.“
2. September 2024
Text:
Lutz Krupka,
Günter Lohsträter
Fotos:
Lutz Krupka
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