Dortmund-Marten. Der zentrale Videogottesdienst der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland kam am Sonntag, 14. April 2021, aus der Gemeinde Dortmund-Marten. Evangelist Jörg von Oppenkowski, Gemeindevorsteher in Marten, feierte diesen Gottesdienst mit einer großen virtuellen Gemeinde.
Das Angebot der Videogottesdienste in der Gebietskirche Westdeutschland, das aufgrund der Corona-Pandemie vorerst bis zum 21. April 2021 die Präsenzgottesdienste ersetzt, richtet sich an alle Gemeindemitglieder und an alle Interessierten, für die im eigenen Bereich kein örtlicher Videogottesdienst ausgestrahlt wird.
Birg mich in deinem Arm
Das gelesene und an Klavier und Orgel begleitete Lied „Berge mich“ (aus „Licht & Leben“, Nr. 383, Verlag Haus der Musik, Wiesbaden) leitete die Predigt ein. „Ich danke euch für den schönen Einstieg in den Gottesdienst“, nahm der Evangelist Bezug auf den Vortrag. In ihm komme der Wunsch eines gläubigen Menschen zum Ausdruck, von Gott beschützt zu werden, in Gott geborgen zu sein. „Komm, ruh´ dich aus und trau auf mich“, so die Antwort Gottes im weiteren Verlauf des Liedtexts. Hierauf folgend stelle der Refrain mit den Worten „Wenn die Meere toben, Stürme weh´n, so gehe ich mit dir über´s Wasser“ die von Mut und Zuversicht geprägte Antwort des Menschen, gleichsam ein Glaubensbekenntnis dar, so Evangelist von Oppenkowski. „Mit dir, Jesus Christus, bin ich bereit, durch´s Leben zu gehen“, ermunterte der Evangelist die Gottesdienstteilnehmer, ihre Hoffnung in allen Lebenssituationen auf Jesus Christus zu setzen.
Der Glaube an die Auferstehung
Evangelist von Oppenkowski predigte zu einem Bibelwort aus dem Brief des Paulus an die Gemeinde in Korinth: „Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten noch heute leben, einige aber sind entschlafen.“ (1.Kor, 15.6). Paulus weise in diesem Bibelwort sehr deutlich auf die Wahrhaftigkeit der Auferstehung Jesu hin. „Warum ist dieser Hinweis so wichtig?“ stellte der Evangelist die Frage nach der Bedeutung der Auferstehung Jesu. Bei der Kreuzigung Jesu an Karfreitag habe es viele Zeugen gegeben. Das Böse schien gesiegt zu haben, was das Ende der hoffnungsfrohen Botschaft für die Menschheit bedeutete“, so Evangelist von Oppenkowski weiter. „Doch dann kam Ostern, dann geschah Auferstehung. Jesus Christus hatte den Tod besiegt. Dies war eine Kraftquelle für die, die ihn sahen.“
Ich glaube was, was man nicht sieht … oder doch?
Der Glaube an die Wahrhaftigkeit der Auferstehungsbotschaft sei unverzichtbar für die Erlösung. Dieser Glaube sei Grundlage und Anker für den Glauben. „Wir kennen niemanden, der den auferstandenen Jesus persönlich gesehen hat. Es gibt heute keine direkten Zeugen der Auferstehung mehr, die wir danach fragen könnten. Was bedeutet das für uns als Christen, die im 21. Jahrhundert leben?“, so die Frage des Evangelisten. In Anlehnung an das vielen Kindern, Eltern und Großeltern bekannte Ratespiel „Ich sehe was, was du nicht siehst“ verdeutlichte Jörg von Oppenkowski den Zusammenhang. Ich möchte uns ermuntern zu sagen: „Ich glaube was, was man nicht sieht. Ich glaube an die Auferstehung Jesu. Ich baue darauf, dass das, was wir im neuen Testament lesen, was in den Predigten der Apostel zum Ausdruck kommt, wahr ist.“
Ich glaube was, was man doch sieht
Die Aussage „Ich glaube was, was man nicht sieht“ sei jedoch nicht vollständig. „Ich glaube was, was man DOCH sieht“, entwickelte der Evangelist den Gedanken weiter. Jesus Christus könne man nicht direkt sehen, wohl aber spüren. Hierzu lohne sich ein genauerer Blick in die heutige Kirche Jesu Christi. Da gebe es Menschen, die sich in eine Kirche, in eine Gemeinde einbringen. Man könne wahrnehmen, dass Menschen aus ihrem Glauben heraus Nächstenliebe üben. Da gebe es Menschen, die trösten und Menschen, die sich aus ihrem Glauben an Jesus Christus heraus trösten lassen. „Der Glaube an die Auferstehung begründet unsere Hoffnung auf die eigene Auferstehung und die Zusage Jesu Christi: „Ich will wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf dass ihr seid, wo ich bin.“
Musikalische Gestaltung und Übertragung
Der Gottesdienst in Marten entsprach dem gewohnten liturgischen Ablauf ohne Feier des Heiligen Abendmahls. Mit an Klavier und Orgel begleiteten Lesungen von Liedtexten gestalteten Gemeindemitglieder den Gottesdienst musikalisch mit.
Ausgestrahlt wurde der Gottesdienst über das kircheninterne IPTV-Portal (für registrierte Nutzer) sowie öffentlich über den You-Tube-Kanal der Neupostolischen Kirche Westdeutschland. Alternativ bestand die Möglichkeit, den Gottesdienst am Telefon zu verfolgen.
Gemeinde Dortmund-Marten
Zur Gemeinde Marten zählen 363 neuapostolische Christen, die von 16 ehrenamtlich tätigen Seelsorgern betreut werden. Jörg von Oppenkowski stammt gebürtig aus Castrop-Rauxel. Er zählt seit 2006 zur Gemeinde Marten seit 2013 dient er als Evangelist. Die Gemeindeleitung übernahm er 2019.
Zentraler Videogottesdienst aus Dortmund-Marten
24. April 2021
Text:
Björn Hillebrand
Fotos:
Björn Hillebrand,
Lothar Widlitzki
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